Sie interessieren sich für unseren Gemeindebrief?

Der Johannesbrief erscheint 3 - 4 mal im Jahr und wird kostenlos an die Gemeindeglieder der Johanneskirchengemeinde verteilt. Außerdem erhalten Sie die Hefte in unserem Gemeindezentrum.

Nicht alle lesen die Website. Wir erhalten uns die Papierfassung, um auch die Gemeindeglieder gut erreichen zu können, die unsere Website nicht besuchen.

 

Hier veröffentlichen wir nur gelegentlich den einen oder anderen Artikel - insbesondere die, die es wegen zu großer Ausführlichkeit nicht komplett ins gedruckte Heft geschafft haben.

Haben Sie Lust, für den Gemeindebrif zu schreiben? Gerne! Bitte melden Sie sich über unser Kontaktformular.

Mein Zuhause – Ein Einblick in die Teestube

Matthias Röhrig

Die Teestube ist ein Teil unseres Hilfeverbunds für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Sie ist eine Tagesaufenthaltsstelle mit angegliederter Fachberatung und bietet insbesondere wohnungslosen und sozial ausgegrenzten Menschen Beratung, Hilfestellung und Übernachtungsmöglichkeiten an.

Ziel des Hilfeverbunds ist die sozialarbeiterische Unterstützung der Menschen auf ihrem Weg der sozialen Wiedereingliederung. Dafür halten wir aufeinander abgestimmte Angebote und Maßnahmen der Existenzsicherung, der Beratung, des Alltagstrainings und der Begleitung vor.


Die Achtung der Würde des Menschen, der Individualität seines bisherigen Lebensprozesses und das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind maßgebliche Grundlagen für unser Handeln, ebenso wie die Partizipation der Besucher an den Abläufen der Angebote der Teestube.

 

In unseren Räumlichkeiten bieten wir eine Aufenthaltsmöglichkeit am Tage mit Verpflegung, Duschmöglichkeit und Bereitstellung von Waschmaschine, Wäschetrockner und einer Kleiderkammer. Nachmittags werden wechselnde Freizeitangebote durchgeführt.

Im Beratungsbereich wird versucht, vorhandene Defizite aufzuarbeiten und Besserung oder Beseitigung von sozialen Schwierigkeiten und per­sönlichen Problemen zu erreichen. Alle 14 Tage wird ein spezielles, sozialpädagogisch begleitetes, Frauenfrühstück angeboten. Die Vitos Institutsambulanz bietet jeden Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr in der Teestube eine ambulante Beratung für Obdachlose mit seelischen Störungen an. Durch wöchentliche Sprechstunden (mittwochs, 14.00 bis 16.00 Uhr) von vier Allgemeinmedizinern und vier Zahnärzten sollen nichtversicherte Patienten notversorgt werden und wohnungslose Menschen in das reguläre Hilfesystem integriert werden.


Ein Hauswirtschaftsprojekt und die therapeutische Holzwerkstatt sollen den Erwerb hauswirtschaftlicher Kompetenzen fördern und die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben durch spezielles Arbeitstraining erleichtern, sowie das Wiedererlernen von sozialen Kontakten durch gemeinsames Arbeiten ermöglichen.


Der Fachberatungsstelle ist die Notübernachtungsstelle „Biwak“ mit 10 Schlafplätzen angeschlossen. Ein weiterer Raum mit zwei Betten steht für Frauen, Paare oder Wohnungslose mit Hund als Sonderzimmer zur Verfügung.


Wir sind für jede Form der Unterstützung – ob in Form von Kleiderspenden oder finanziell – sehr dankbar!

 

 

12 Quadratmeter Zuhause – 02. bis 19. Dezember 2018

Andrea Wagenknecht

In Wiesbaden leben zwischen 400 und 500 Wohnungslose. Einige davon finden in den Wohncontainern auf dem Freudenberg eine Herberge. Wie fühlt es sich an, wenn das Zuhause ein 12 Quadratmeter großer Container ist oder man gar kein Dach über dem Kopf hat?

 

Ringkirchengemeinde, Diakonisches Werk und Evangelisches Dekanat machen das Thema Wohnungslosigkeit in der Stadt prominent sichtbar: Vor der Ringkirche bauen sie in der Adventszeit vom 02. bis 19. Dezember nicht einen Stall mit Krippe auf, sondern einen Wohncontainer.

 

Die Aktion „12 Quadratmeter Zuhause“ will dazu anregen, über die Auswirkungen von Wohnungslosigkeit nachzudenken und den Dialog mit Menschen zu suchen, die kein Zuhause haben.


Die  begleitende Fotoausstellung „Mein Zuhause“ greift bildlich auf, was Zuhause bedeuten kann und wie unterschiedlich Menschen in Wiesbaden leben. Wie wichtig ist eine eigene Wohnung als Rückzugsraum? Was macht Wohnungslosigkeit mit unserer Würde?
Die Wiesbadener Fotografin Marita Steuernagel hat Menschen in prekären und nicht-prekären Wohnsituationen großformatig in Szene gesetzt. Die Bilder sprechen in ihrer Gegensätzlichkeit für sich und werden ab dem 02. Dezember in der Ringkirche ausgestellt.