23.05.2021 Gottes Geist bewegt

Pfingsten in der Joha

 

Aus Anlass des Pfingstfestes fanden in der ev. Johanneskirche in diesem Jahr gleich zwei Gottesdienste statt. Mit beiden Gottesdiensten richtete sich die Gemeinde vor allem an Kinder und Familien, die der Einladung über die hauseigene Kita-App, Aushängen in den Schaukästen und Informationen auf der Homepage sowie per persönlichem Einladungsschreiben zahlreich gefolgt sind.

 

In den kurzweiligen Gottesdiensten, die von Kirchenmusiker Michael Enders an der Orgel begleitet wurden, ging es u.a. um den Ursprung des Pfingstfestes vor 2000 Jahren in Jerusalem und um die Frage, was Pfingsten uns heute sagen kann. Pfarrer Stephan Da Re sprach in seiner Predigt von den Wirkungen von Gottes Geist und woran man diese erkennen könne. „Gottes Geist bewegt. Er bringt Menschen zusammen, die sich vorher fremd waren, und ermöglicht Versöhnung, wo Streit herrscht“, so Da Re. Sich von Gottes Geist treiben zu lassen heiße, offen zu sein für alltägliche Wunder, für Begegnungen mit anderen Menschen und für alles, was mir unverdient geschenkt werde, so Da Re weiter.

 

Weil Pfingsten etwas mit Wind und Feuer zu tun habe, bekamen alle Kinder am Ende des Gottesdienstes bunte Tüten geschenkt, deren Inhalt an den Gottesdienst und das Pfingstfest erinnerte, darunter Luftballons, ein Windrädchen und die Pfingstgeschichte aus der Apostelgeschichte im Neuen Testament zum Hören und Lesen.

 

Der nächste „2 in 1“-Familiengottesdienst findet am 13. Juni 2021 aus Anlass des diesjährigen Kita- und Gemeindefestes „to go“ und der am gleichen Tag stattfindenden Kirchenvorstandswahl statt.

30.04.2021 Konfirmandinnen und Konfirmanden stellen sich vor

Digitale Pinnwand statt Vorstellungsgottesdienst

 

Pandemiebedingt müssen auch in diesem Jahr viele Vorstellungsgottesdienste und Konfirmationen abgesagt bzw. verschoben werden. Nicht anders erging es den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev. Johanneskirchengemeinde und der Ev. Marktkirchengemeinde. Die 13 Jugendlichen hatten sich auf ihre dreitägige Konfi-Freizeit, den Vorstellungsgottesdienst und die Konfirmation Anfang Mai schon gefreut. Vor wenigen Tagen entschieden die beiden Pfarrer Stephan Da Re und Holger Saal, die Freizeit und die Vorstellungsgottesdienste abzusagen und die Konfirmation auf den 12. September zu verschieben. „Uns fiel diese Entscheidung sehr schwer. Die Gottesdienste wären vielleicht noch möglich gewesen, aber die anschließende Feier im Kreis von Familie und Freunden nicht", so Da Re. Sein Kollege Saal ergänzt: „Ein Jahr lang sind wir auf Sicht gefahren und haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen manches ermöglicht. Wir hoffen, dass durch die Verschiebung auch die Chancen steigen, die Konfirmation so zu feiern, wie es den Konfis gefällt."

 

Die Jugendlichen zeigten sich verständnisvoll und freuen sich nun auf ihren großen Tag Mitte September. An die Stelle des Vorstellungsgottesdienstes tritt eine digitale Pinnwand (Padlet), die es ermöglicht, Bilder, Texte, Zeichnungen, Musik, Filme, Links und vieles mehr zu erstellen und einzubinden. Zu sehen sind Fotos der Konfirmand*innen, eigene Gebete, ihre selbst gestalteten Konfirmationskerzen, ihre bemalten Konfi-Bibeln und vieles mehr. Außerdem haben die Jugendlichen Hoffnungsbilder entworfen, die ihnen selbst und anderen Menschen in dieser Zeit Hoffnung geben sollen. Das Padlet ist öffentlich und kann von allen Interessierten ab sofort angesehen werden.

04.04.2021 100 bunt gefüllte Ostertüten für Kinder im Weidenborn

Ostern anders in der Ev. Johannes­kirchen­gemeinde

 

„Ostern anders“ - unter dieser Überschrift standen die diesjährigen Osterfeierlichkeiten der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn. Die Unsicherheit der vergangenen Tage und Wochen sind auch an den Verantwortlichen der Gemeinde und ihrem Pfarrer Stephan Da Re nicht spurlos vorbei gegangen. Seit fast einem Jahr feiert die Gemeinde ununterbrochen Präsenzgottesdienste und legt besonderen Wert auf die Einhaltung von Abstand, Maskenpflicht und Hygieneregeln. Ein Infektionsgeschehen in landeskirchlichen Gottesdiensten im Allgemeinen und in der „Joha“ im Besonderen ist seitdem nicht bekannt. Zusätzlich bietet die Gemeinde zu besonderen Anlässen Online-Gottesdienste, die sich in der Gemeinde großer Beliebtheit erfreuen.

 

So ging man auch an diesem Osterfest neue Wege. Während die Gemeinde am Ostersonntag in der unter den aktuellen Bedingungen bis auf den letzten Platz gefüllten Johanneskirche einen bunten Familiengottesdienst feierte, konnten alle, die nicht daran teilnehmen konnten oder wollten, den Gottesdienst von zu Hause aus mitverfolgen. Zu diesem Zweck hatten Kirchenmusiker Michael Enders und Pfarrer Stephan Da Re vorab einen Gottesdienst aufgezeichnet und im YouTube-Kanal des Kirchenmusikers zur Verfügung gestellt. In beiden Gottesdiensten - analog und digital - ging es dann u.a. um die Frage, was ein Überraschungsei mit Ostern zu tun habe. „Dunkel wie die Farbe dieses Überraschungseis, so war die Welt für die Menschen nach dem Tod Jesu“, sagte Da Re in seiner Predigt. „An Ostern ist aber etwas Tolles passiert. Gott hat das Dunkel durchbrochen und Jesus von den Toten auferweckt. Auch wenn er heute nicht mehr als Mensch unter uns ist, wissen wir doch: Jesus lebt“, so Da Re weiter. Der Tod habe nicht das letzte Wort, und so wie der Auferstandene noch die Wundmahle getragen habe, so könnten auch wir im Angesicht der Pandemie darauf vertrauen, dass unser Leben eine Zukunft habe.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden 100 Ostertüten an Kinder aus dem Stadtteil verteilt. Sie enthielten u.a. eine Osterkerze, Kinderbücher, Blumensamen, Tee, Schokolade und Ideen für einen Osterspaziergang. So nutzten viele Familien die Gelegenheit, auf ihrem Weg durchs Viertel an der Kirche kurz Halt zu machen, eine Ostertüte entgegen zu nehmen und sich gegenseitig frohe Ostern zu wünschen.

13.03.2021 Mehr als nur Wasser

Konfi-Tag zum Thema Taufe

 

Nach drei Monaten erzwungener Lockdown-Pause, in der die Lerninhalte der Konfirmandenarbeit der Ev. Johanneskirchengemeinde und der Ev. Marktkirchengemeinde digital vermittelt wurden, trafen sich am vergangenen Samstag (13.03.) elf Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Johanneskirche. Gemeinsam mit Pfarrer Stephan Da Re fragten sie danach, was es mit der Taufe auf sich hat, was alles zu einer Taufe dazu gehört und welche Bedeutung die Taufe für ihr eigenes Leben hat. So arbeiteten sie an mehreren Stationen zu den Themen „Mein Name“, „Das Patenamt“, „Wasser“ und „Der Taufbefehl“. Es wurde deutlich, dass Gott in der Taufe Ja sagt zu den Täuflingen und ihnen verspricht, sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten, gemeinsam mit Eltern und Taufpat*innen.

Die Konfi-Tage der beiden Gemeinden finden einmal im Monat statt. Das Kurskonzept setzt auf viele Ausflüge und Erkundungen, die an das Leben der Jugendlichen anschlussfähig sind. Der nächste Konfi-Tag am 24.04. führt in das Hessische Landesmuseum. Er steht unter der Überschrift „Mit Gott im Museum“.

12.03.2021 Damit kein Kind zu kurz kommt

Pfarrer dankt Mitarbeiterinnen der hauseigenen Kita für ihren Dienst in Zeiten der Pandemie

 

Ein vorgezogenes Ostergeschenk für alle Mitarbeiterinnen der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde überbrachten am vergangenen Freitag (12.03.) die Leiterin der Einrichtung, Nicole Bendfeldt, und Pfarrer Stephan Da Re. In einer kurzen Anrede dankte Da Re dem Team für die zuverlässige und von hohem Einsatz geprägte Arbeit insbesondere in Zeiten der Pandemie. „Schon vor Corona war die Arbeit in der Kita von großen Herausforderungen gekennzeichnet. Was Sie seit einem Jahr leisten, ist einfach großartig“, so Da Re. Da Re überreichte mit einem Foto des Gebäudeensembles der „Joha“ bedruckte Tassen, die mit hochwertigen Pralinen der Konfiserie Kunder gefüllt waren und somit auch über das nötige Lokalkolorit verfügten. Gesundheit und Segen - mit diesen beiden mit Blick auf das bevorstehende Osterfest wesentlichen Wünschen entließen Bendfeldt und Da Re die Kolleginnen ins wohlverdiente Wochenende.

12.03.2021 Vom Wert kleiner Liturgien

Andachten in der Passionszeit in der Johanneskirche

 

„Spielraum! 7 Wochen ohne Blockaden“ - so lautete das Thema der diesjährigen Passionsandachten in der ev. Johanneskirche. An jedem Donnerstag um 19 Uhr haben sich 10-15 Personen eingefunden, um miteinander zu beten, biblische Erzählungen zu hören und gesegnet zu werden. Das Besondere: Die einzelnen Andachten wurden von Mitgliedern des AK Ökumene vorbereitet, darunter vielen Ehrenamtlichen. So unterschiedlich wie die Perspektive der Verantwortlichen, so unterschiedlich war auch die Ausgestaltung der einzelnen Andachten und die ausgewählte Musik. „Gerade jetzt im Lockdown merken wir, wie wichtig solche Formen sind. Sie strukturieren die Woche, ermöglichen einen Perspektivwechsel und stärken für die kommende Zeit“, so Pfarrer Stephan Da Re. Die Passionsandachten finden bereits seit mehreren Jahren statt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Reihe soll im Dezember mit Adventsandachten fortgesetzt werden.

10.03.2021 Ostern „to go“

Ostertüten für die Senioren der Gemeinde

 

Bunte Ostertüten hat kürzlich Stephan Da Re, Pfarrer der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn, für alle Mitglieder des Seniorenkreises zusammengestellt. „Uns war wichtig, den Senioren eine kleine Freude zu machen und sie gleichzeitig daran zu erinnern, dass wir uns miteinander und untereinander verbunden fühlen, auch wenn wir uns momentan nicht treffen können“, so Da Re. Unterstützt wurde Da Re von Anni Friedrich, die den Seniorenkreis leitet und die die Ostertüten sowie die Grüße und Wünsche der Gemeinde an die Haustür brachte. „Ich bin sicher, dass wir uns beim nächsten Wiedersehen viel zu erzählen haben werden“, so Da Re.

 

Neben den Senioren sollen auch die Mitarbeiterinnen in der Kita mit einem Ostergruß bedacht werden. Darüber hinaus werden am Ostersonntag im Anschluss an den Gottesdienst 100 Ostertüten an Kinder und Familien verteilt.

10.03.2021 Die Maus wird 50

Feierlaune in der Johanneskirchengemeinde

 

Am vergangenen Sonntag (07.03.) feierte die Maus ihren 50. Geburtstag. In einem Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz besetzten Johanneskirche gratulierte Pfarrer Stephan Da Re dem Maus-Team und ließ Kindheitserinnerungen wach werden. „Viele Fragen und viele Antworten, die nicht nur Kinder, sondern auch uns Erwachsene klüger machen“, so Da Re. Zugleich betonte er die Bedeutung des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der solche Angebote erst möglich mache. Als kleines Ständchen zum Jubiläum spielte Organist Michael Enders die Titelmelodie der „Sendung mit der Maus“.

 

Am vergangenen Mittwoch (10.03.) ließ die Maus es sich nicht nehmen, auch der hauseigenen Kita einen Besuch abzustatten. Mit viel Charme verzauberte sie die Kinder und Erzieherinnen gleichermaßen und schaute sich auf den Fluren und in den Gruppenräumen um, sehr zur Freude aller Beteiligten.

 

Gemeinde und Kita der „Joha“ wünschen der Maus und ihrem Team für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen!

08.03.2021 Aus der Not eine Tugend machen

Alternativen zum Kindergottesdienst in Zeiten der Pandemie

 

Die notwendige Einhaltung von Hygienebestimmungen ist schon seit langem in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, und so auch in den Alltag der KiTa-Kinder der „Joha“, eingezogen.

 

So mussten auch wir Erzieher*innen in der Joha-Kita, dem zweiten „Lockdown“ geschuldet, die liebgewonnene Tradition des monatlichen Kindergottesdienstes erst mal aufgeben. Getreu dem Motto „Wenn das Leben Dir Zitronen schenkt, mach´ Limo daraus“ machten wir aus der Not eine Tugend und überlegten uns ein alternatives Angebot für die Kinder, um auch weiterhin religionspädagogische Angebote unterbreiten zu können.

 

Dank dem ideenreichen und hoch motivierten KiGo-Team bekamen wir binnen kurzer Zeit Unterlagen, Hilfestellungen und gut geführte Ablaufpläne zugespielt, um den KiGo den traditionellen Gewohnheiten so nahe wie möglich weiter anbieten zu können. Von Frau Blaudow, unserer Musikpädagogin, erhalten wir wöchentliche, von ihr eigens für uns aufgenommene YouTube-Videos. Per E-Mail nimmt sie Wünsche und Impulse der Kinder und Erzieher*innen entgegen, setzt diese in liebevoll gestaltete Online-Botschaften gekonnt um und sendet uns diese wieder zu. Vielen Dank für die spannenden Materialien.

 

In mittlerweile wöchentlichem Zyklus, um die Kinder auf das nahende Osterfest vorzubereiten, führen wir Kindergottesdienste in den jeweiligen Gruppenräumen durch. Die Räume werden hierzu mit bunten Tüchern, Kerzen sowie Legekarten und Figuren mit christlichen Motiven vorbereitet, um den Kindern ein authentisches und feierliches Erlebnis zu bieten und das Gemeinschaftsgefühl, wie sie es aus den Kindergottesdiensten bisher kennen, zu erleben.

 

Auch für uns Erzieher*innen ist es ein schönes und bereicherndes Gefühl zu sehen, wie die Kinder voller Begeisterung, aber auch mit tiefer Andacht, das alternative Angebot des kirchlichen Erlebens annehmen. Trotzdem freuen wir uns schon wieder sehr darauf, wenn wir in der „richtigen“ Kirche wieder unsere Kindergottesdienste feiern können.

 

Kathrin Hopf

31.01.2021 Dankbar auf das eigene Leben schauen in Zeiten der Pandemie

Jubelkonfirmation in der Johanneskirche

 

Ihre Kronjuwelenkonfirmation (75-jähriges Konfirmationsgedächtnis), Gnadene (70-jähriges Konfirmationsgedächtnis) und Diamantene Konfirmation (60-jähriges Konfirmationsgedächtnis) feierten am vergangenen Sonntag (31.01.) zwei Frauen und ein Mann im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Johanneskirche im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn. Stephan Da Re, Pfarrer der Ev. Johanneskirchengemeinde, erinnerte die Jubilare an das Versprechen, das Gott ihnen in der Taufe gegeben hat und das sie in ihrer Konfirmation bekräftigt haben, und überbrachte die Grüße und Wünsche der Gemeinde.

Die Jubelkonfirmation im Zeichen des Lockdowns bezeichnete Da Re als „geistliche Stärkung in schwieriger Zeit“. „Diese Jubelkonfirmation ist anders. Die Pandemie und der Lockdown führen zu großer Verunsicherung. Es ist gut, wenn wir uns unserer Taufe und unserer Konfirmation vergewissern“, so Da Re.

 

Der Gottesdienst, der von Michael Enders musikalisch an der Orgel begleitet wurde, stand unter der Überschrift „Leben in wachsenden Ringen“ und nahm inhaltlich Bezug auf Texte des Dichters Rainer Maria Rilke. Wie ein Baum, so sei der Mensch: Er wachse Jahr für Jahr äußerlich und innerlich weiter und verwurzele sich immer tiefer im Boden. Da Re erinnerte an Ereignisse und Begebenheiten aus den vergangenen Jahrzehnten, an gute und fruchtbare Jahre, aber auch an solche mit weniger guten Lebensumständen. „In jedem Leben gibt es Schönes und Schweres und in beidem auch Wachstum. Leben ist Wachsen, Ansammlung von Erfahrung, die sich nach und nach im Inneren anlagert, wie wachsende Ringe“, so Da Re. Die Jubilare lud er dazu ein, auch mit Blick auf die kommenden Jahre auf Gott zu vertrauen, auch wenn man nicht wissen könne, wie es werden wird und wie viele Jahresringe sich noch um unser Leben legen werden.

24.01.2021 Lebensmittel retten, gemeinsam kochen und gemeinsam essen

Mittagstisch-Projekt „Dreierlei“ von der Amos-Stiftung ausgezeichnet

 

Ein Preisgeld von 1000 Euro geht an das Mittagstisch-Projekt „Dreierlei“, das unter anderem von der Ev. Johanneskirchengemeinde Wiesbaden organisiert wird, und das am vergangenen Sonntag (24.01.) von der Amos-Stiftung ausgezeichnet wurde. Pfarrer Christian Fischer aus dem Vorstand erklärt: „Als Christen ist uns soziale Gerechtigkeit wichtig. Dazu gehört der Einsatz für die Menschen in Wiesbaden, die in besonderer Weise auf Unterstützung durch andere angewiesen sind. Gerade in der Corona-Pandemie war und ist das Engagement für arme und ausgegrenzte Menschen eine besondere Herausforderung.“

 

Lebensmittel retten, gemeinsam kochen und gemeinsam essen – das ist das Motto des Projekts „Dreierlei - Lebendiger Mittagstisch im Weidenborn“.

 

An jedem 1. Freitag im Monat findet der Mittagstisch abwechselnd in den Räumen der evangelischen Johanneskirchengemeinde, der katholischen Gemeinde St. Michael und des Wohnprojektes Horizonte statt.

 

Das Besondere: Durch die Kooperation mit der Lebensmittelrettung Wiesbaden werden Lebensmittel verwertet, die von den Supermärkten aussortiert werden, aber noch bedenkenlos verzehrt werden können. So ergibt sich das jeweilige Menü immer erst in den Tagen vor der Veranstaltung und ist abhängig von den jeweiligen Lebensmittelspenden.

 

Mit „Dreierlei“ soll aber nicht nur der Umgang mit Lebensmitteln hinterfragt und auf das Problem der Lebensmittelverschwendung und -vernichtung aufmerksam gemacht werden, es sollen auch Menschen zusammengebracht werden, die sich sonst vielleicht nicht begegnen würden: Alleinerziehende, alleinlebende Menschen und Paare, Berufstätige in ihrer Mittagspause und Senioren, aber auch Bedürftige, die keine Tafel-Berechtigung haben.

 

Die Resonanz sei groß, sagt Pfarrer Stephan Da Re von der Johanneskirchengemeinde: „An jedem Treffen nehmen im Schnitt 30 bis 35 Personen teil.“ Gemeinsam mit Franziska Wendrich von der Lebensmittelrettung Wiesbaden, die einmal pro Woche auch auf dem Kirchplatz Lebensmittel verteilt, hat Da Re den Preis der Stiftung im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Kirche Dotzheim entgegengenommen.

 

Aufgrund der pandemiebedingten Abstandsregeln und Kontaktreduzierungen finden aktuell keine Treffen statt. Alle Beteiligten hoffen aber, dass das bald wieder möglich sein wird.

 

„Der Preis der Amos-Stiftung stärkt uns den Rücken und ist gleichzeitig eine Anerkennung des Engagements der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Pfarrer Da Re. Das Preisgeld wolle man in Küchenutensilien investieren und in ein gemütliches Treffen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Dankeschön –  sobald dies wieder möglich ist.

 

Gemeinsam mit „Dreierlei“ wurde der SkF AnziehTreff ausgezeichnet. Hier können schwangere Frauen und Mütter aus Wiesbaden mit geringem Einkommen kostenlos gespendete Schwangerschafts-, Baby- und Kinderkleidung sowie Kinderausstattung erhalten.

 

Alle Beteiligten zeigten sich hoch erfreut über die Würdigung und Wertschätzung ihrer größtenteils ehrenamtlichen Arbeit.

 

Die Amos-Stiftung

 

Die ökumenische Stiftung Amos - Stiftung für Arme und Ausgegrenzte - wurde im Jahr 2014 unter dem Dach des Evangelischen Dekanats Wiesbaden gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Initiativen in Wiesbaden zu würdigen, die sich in besonderer Weise für Arme und Ausgegrenzte in der Stadt einsetzen. Zustiftungen und Spenden sind willkommen unter Spendenkonto:  

 

IBAN: DE67 5206 0410 0004 1204 26
BIC: GENODEF1EK1

23.01.2021 Prominenter Besuch im Weidenborn

Bernie Sanders auf dem Turm der Johanneskirche

 

Der heimliche Star der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden am vergangenen Mittwoch (20.01.) in Washington war dessen Mitbewerber und Senator von Vermont, Bernie Sanders. Dieser zeigte sich aufgrund der niedrigen Temperaturen (4 Grad) dick eingepackt, wobei insbesondere seine selbst gestrickten Handschuhe ins Auge fielen. Auch seine restliche Kleidung hob sich deutlich von dem sonst eher elegant gehaltenen Stil der anderen Gäste ab. Das Internet explodierte förmlich mit Bernie-Memes, bei denen „Bernie“ neben anderen prominenten Personen oder an besonderen Orten platziert wurde. Auf diese Weise entstanden Bilder, die zum Schmunzeln einluden. Auch auf dem Turm der Johanneskirche wurde Bernie gesichtet, wie das Foto beweist.

 

Bernie Sanders nutzte die Aktion übrigens, um den Erlös aus einem umfangreichen Angebot an Merchandise-Produkten zu 100% sozialen Zwecken zuzuführen. Eine tolle Geste und der Beweis: Bernie hat Humor.

16.01.2021 Konfirmandenarbeit im Zeichen des Lockdowns

Jugendliche erkunden die Zeit Jesu

 

Konfirmandenarbeit während des Lockdowns, in dessen Zuge auch der Präsenzunterricht in den Schulen aufgehoben wurde, steht vor besonderen Herausforderungen. Aus der Not eine Tugend haben die beiden Pfarrer Stephan Da Re von der Ev. Johanneskirchengemeinde und Dr. Holger Saal von der Ev. Marktkirchengemeinde gemacht. Beiden war schnell klar, dass der Kontakt zu ihren Konfirmandinnen und Konfirmanden jetzt nicht einfach abreißen dürfe.

 

So luden sie die 13 Jugendlichen, die im Mai konfirmiert werden sollen, am vergangenen Samstag (16.01.) zu einer Audio-Reise mit Interviews von Zeitgenoss*innen Jesu vor 2000 Jahren ein. Rabbi oder Prophet, Wanderprediger und Wunderheiler, gescheiterter Rebell, Messias-Christus? Was dachten die Leute über diesen Menschen, nach dem unsere Zeitrechnung gezählt wird? Was würden verschiedene gesellschaftliche Gruppen seiner Zeit zu ihm zu sagen haben? Über vorgegebene QR-Codes konnten die Konfis in die Lebenswelt der Menschen von damals eintauchen und begegneten Anhängern und Gegnern, Begeisterten und Gleichgültigen, Fragen und Antworten.

 

Darüber hinaus recherchierten sie in journalistischer Manier, was es mit den wichtigsten religiösen und politischen Gruppen der damaligen Zeit auf sich hatte. Was haben die einzelnen Gruppen gemeinsam, was unterscheidet sie? Welche Haltung nehmen sie politisch ein, zum Beispiel zur Besatzung der Römer? Welche religiöse Sondermeinung vertreten sie? Welche politischen oder religiösen Gruppen heute könnte man mit einzelnen dieser Standpunkte vergleichen?

 

„Digitale Formen der Konfirmandenarbeit ergänzen die analoge Arbeit, wenngleich sie persönliche Begegnungen nicht ersetzen können. Schon deshalb hoffen wir, dass wir die Konfis bald wiedersehen, mit Abstand und Maske“, so Da Re. Da Res Kollege Saal ergänzt: „Die bisherigen Einschränkungen haben uns nicht daran gehindert, für die Jugendlichen ein gutes Angebot zu machen. Das wird auch in den kommenden Monat der Fall sein.“