21.09.2020 „Suchet der Stadt Bestes“

Wiesbadener Sozialdezernent und Pfarrer der Johannesgemeinde in intensivem Austausch

 

Zu einer Begegnung der besonderen Art kam es am vergangenen Montag (21.09.) in den Räumlichkeiten der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn. Der Wiesbadener Sozialdezernent Christoph Manjura und Pfarrer Stephan Da Re hatten sich verabredet, um über die Situation im Quartier und die Angebote der Kirchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Da Re, der seit gut zweieinhalb Jahren Pfarrer im Weidenborn ist, wies in dem Gespräch, für das eineinhalb Stunden angesetzt waren, auf die enorme Bedeutung der vielen Initiativen und Netzwerkpartner hin, die es im Stadtteil gebe und die in einer Stadtteilkonferenz zusammenkommen. Dies sei auch der Ort, um gemeinsame Projekte zu forcieren und sich gegenseitig zu informieren. Wie gut das trotz aller Herausforderungen klappe, zeige „Dreierlei“, ein Lebendiger Mittagstisch im Weidenborn. Hierzu haben sich die kath. Gemeinde St. Michael, das Wohnprojekt Horizonte e.V., die Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V. und die Ev. Johanneskirchengemeinde zusammengetan, um einmal im Monat ihre Türen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils sowie für weitere Interessierte zu öffnen, Begegnungen und Gespräche zu ermöglichen und ein Drei-Gänge-Menü zu genießen, das aus den am Tag zuvor in Supermärkten eingesammelten Lebensmittelspenden bestehe.

 

Gleichzeitig stehe der Stadtteil aber vor großen Herausforderungen, so Da Re. Durch die baulichen Veränderungen in den vergangenen zehn Jahren hätten insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger das Gefühl, ein Stück ihrer Heimat verloren zu haben. Auch die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt mit hohen Mieten und Grundstückspreisen sei ein Thema, das man hier stärker spüre als anderswo. Dies führe zu einer Verdrängung von Familien, sobald Nachwuchs käme und eine größere Wohnung benötigt würde, aber auch von Älteren, die sich die Miete nicht mehr leisten könnten.

 

Manjura, der auch für Bildung, Wohnen und Integration zuständig ist, teilte viele Eindrücke, wies aber zugleich darauf hin, dass sich etwa der Anteil an sozialem Wohnungsbau in den vergangenen Jahren um einiges erhöht habe. Zugleich dankte er den Kirchen sowie allen anderen Initiativen für ihr unermüdliches Engagement über viele Jahre hinweg. Ohne dieses Engagement vieler hauptberuflicher und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre unsere Gesellschaft im Allgemeinen und der Weidenborn im Besonderen sehr viel ärmer, so Manjura.

 

Einig war man sich indes nicht nur, dass es bei allen Entscheidungen, die zu treffen seien, darum gehen müsse, der Stadt Bestes zu suchen, wie es im Alten Testament hieße. Dazu gehöre auch der intensive Einsatz für Kinder und Familien, einem Schwerpunkt in der Arbeit der Johanneskirchengemeinde, zu der auch eine Kita gehört. Manjura dankte den Mitarbeiterinnen in dieser Kita sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen anderen Kitas für ihre unverzichtbare Arbeit, und warb dafür, dass die Kirchen trotz zurückgehender finanzieller Einnahmen auch in Zukunft in diesem Bereich einen Schwerpunkt setzen.

 

Nach einer Führung durch das Haus und über das Gelände der „Joha“ verabredeten beide, auch in Zukunft miteinander im Gespräch zu bleiben und ihren je eigenen Beitrag zu leisten, um die Wohn- und Lebensqualität im Viertel weiter zu erhöhen.

20.09.2020 Jugendliche Konfis backen Brot für die Welt

Konfirmandenarbeit als „Einübung in Dankbarkeit“

 

Am vergangenen Samstag (19.09.) waren die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev. Johanneskirchengemeinde und der Ev. Marktkirchengemeinde zu Gast in der Backstube der Bäckerei Schröer in Mainz-Kastel. Dort haben sie sehr viel darüber erfahren, wie aus Wasser, Mehl, Salz und Hefe Brot wird und welche Arbeitsschritte dafür erforderlich sind. Nach einer fachkundigen Einführung durch Bäckermeister Kai Schröer und einer Führung durch die Produktionsstraße, konnten die 13 Jugendlichen selbst Hand anlegen und haben innerhalb kurzer Zeit rund 160 Teiglinge produziert, die im Anschluss gebacken und am darauffolgenden Tag nach dem Gottesdienst in der gut besuchten Marktkirche gegen eine Spende verteilt wurden.

 

Zusammengekommen sind auf diese Weise rund 500 EUR, die einem Projekt der Aktion Brot für die Welt zugute kommen, auf das sich die Konfis verständigt hatten und bei dem Menschen in Äthiopien unterstützt werden und Hilfe zur Selbsthilfe erfahren. Viel Erstaunen gab es auch, als sie anhand eines Fragebogens ihren ökologischen Fußabdruck berechnen sollten. Es stellte sich heraus, dass die Allermeisten 2-3 Erden verbrauchen, und damit über ihren Verhältnissen bzw. den Möglichkeiten der natürlichen Regeneration leben.

"Wir haben eine Ahnung davon bekommen, dass im lebensnotwendigen Brot eine Menge Arbeit steckt, bevor wir es genießen können, und wie wichtig ein nachhaltiger Lebensstil ist", sagte Pfarrer Stephan Da Re in seiner Predigt. Dieser Tag sei ein Tag des Dankes, ein Erntedanktag, und die Konfirmandenarbeit „Einübung in Dankbarkeit“. Nach der durch die Corona-Pandemie ausgelösten sehr anstrengenden Zeit, werde die kommende Zeit vielleicht zu einer Zeit der Fülle und des Sattwerdens an dem, was wir zuvor entbehrt haben, so Da Re weiter. Das gelte auch für die Konfirmandenarbeit, die in diesen Zeiten unter besonderen Bedingungen stattfinde.

 

Zuvor hatte Marktkirchen-Pfarrer Dr. Holger Saal davon gesprochen, wie wichtig es gerade in diesen Zeiten sei, sich nicht verunsichern zu lassen und den neuen Wegen zu vertrauen, auf denen Gott die Menschen begleite. Dieser Gedanke kam auch in den von den Konfirmandinnen und Konfirmanden vorgetragenen Gebeten zum Ausdruck. „Wir sind dankbar für einen tollen Start ins Konfi-Jahr und einen nachhaltigen Gottesdienst, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird“, so Saal.

 

Dieser Artikel ist auch im Wiesbadener Kurier vom 22.09.2020 erschienen.

13.09.2020 „Einigkeit und Recht und Freiheit“

Orgelkonzert zum Tag der deutschen Einheit in der ev. Johanneskirche (mit Livestream)

Eine Premiere erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstag, 3. Oktober, in der ev. Johanneskirche im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn: Eine Stunde lang wird Michael Enders, Organist und Kirchenmusiker der Gemeinde, ab 20 Uhr gekonnt ein vielseitiges Programm von Bach, über Jazz Gospels bis hin zu Michael Jackson an der Orgel interpretieren.

 

Der Termin ist nicht zufällig gewählt: „In einer Zeit, in der extreme Positionen und undemokratische Überzeugungen an vielen Stellen zu einer Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander werden und das Klima vergiften, treten wir als Gemeinde für den Frieden ein und verteidigen aus einer klaren demokratischen Haltung heraus die Werte, die unser Land prägen“, so Pfarrer Stephan Da Re. Zugleich wolle man mit dem Konzert mit großer Dankbarkeit an die deutsche Wiedervereinigung erinnern, die trotz aller Herausforderungen zu den glücklichsten Ereignissen der jüngeren Geschichte unseres Landes gehöre.

 

Zeitgleich wird das Konzert im Internet übertragen. Nach ihren Online-Gottesdiensten während des Corona-Lockdowns ist der Livestream ein weiterer Schritt hin zur digitalen Kirche. Da die Anzahl der Plätze in der Kirche aufgrund von Abstandsregeln und Hygienevorkehrungen auf max. 20 begrenzt ist, können am Bildschirm alle dabei sein, die dabei sein wollen. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, so Da Re, der auch die Moderation übernimmt.

 

Wer in der Kirche live dabei sein möchte, kann sich unter Tel. 0611-701004 oder per E-Mail: johannesgemeinde.wiesbaden@ekhn.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Livestream am 3. Oktober 2020, 20.00 Uhr: https://www.youtube.com/channel/UCniU40ep7M0PUAApVWM1qsg

Orgelkonzert am 03.10.2020
Flyer - Orgelkonzert.pdf
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30.08.2020 Nicht analog, sondern digital

Kita- und Gemeindefest 2.0 aus der Johanneskirche

 

Neue Zeiten erfordern neue Ideen. Das dachte sich auch Stephan Da Re, Pfarrer der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn. Einen Tag lang konnten sich Interessierte am vergangenen Sonntag (30.08.) in seinem Instagram-Kanal Fotos und kurze Videobeiträge ansehen. Das für diesen Tag geplante Kita- und Gemeindefest musste nämlich aufgrund der aktuellen Fallzahlen (COVID-19) abgesagt werden.

Für die Verantwortlichen kein Grund zur Traurigkeit. In kurzer Zeit produzierte das Team um Stephan Da Re, zu dem auch Kirchenmusiker Michael Enders, die Erzieherinnen aus der hauseigenen Kita und Erik Wörner, der als Jugendlicher das Konfi-Team verstärkt, gehören, mehrere Beiträge, die im Stundentakt gepostet wurden. Kleinere Orgelstücke gehörten ebenso zum Programm wie Luftaufnahmen von Kirche und Stadtteil (https://youtu.be/uQo2aCP4OLU), ein Blick hinter die Kulissen sowie ein Puppentheater der Erzieherinnen aus der Kita, dazu ein Rückblick auf ausgewählte Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr, wie etwa eine nächtliche Friedhofserkundung auf dem Südfriedhof und ein Multimedia-Konzert mit Rock- und Popklassikern der 60er und 70er Jahre. Einer der Höhepunkte dürfte die Kirchturmbegehung gewesen sein, zu der Da Re die Zuseher via Smartphone mitnahm (https://youtu.be/led6x8mubtI).

 

„Mit unserem digitalen Kita- und Gemeindefest wollten wir eine Verbindung mit den Menschen in unserer Gemeinde und in unserem Stadtteil schaffen. Wir spüren, dass wir miteinander und untereinander verbunden sind“, so Da Re.

 

Mit dem allabendlichen Glockengeläut um 18.55 Uhr und dem Reisesegen ging das Kita- und Gemeindefest 2.0 zu Ende.

 

Alle Beiträge stehen weiterhin bei Instagram zum Abruf bereit: @stephandare

30.08.2020 „Ich freue mich, dass wir Sie nun mit an Bord haben“

Kathrin Daemm als neue stellvertretende Leiterin der Johannes-Kita eingeführt

 

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde am vergangenen Sonntag (30.08.) in der Johanneskirche Kathrin Daemm als neue stellvertretende Leiterin der Johannes-Kita eingeführt. Daemm, die ihren Dienst bereits Anfang August aufgenommen hat, war bislang als pädagogische Fachkraft und stellvertretende Leiterin in der Kita Matthäus tätig. Zuvor hat sie Kinder und Erwachsene mit körperlichen und geistigen Einschränkungen mit pädagogischen und integrativen Angeboten begleitet, um sie in ihrem Leben und in ihrem Alltag durch Selbstbestimmung und eine inklusive Haltung zu stärken.

 

„Die Arbeit in unseren Kitas ist nicht erst seit Corona geprägt von vielen Herausforderungen. Sie begleiten Kinder auf ihrem Weg ins Leben, bereiten sie auf die Schule vor und sind verlässliche Ansprechpartnerinnen. Manchen Kindern geben Sie in besonderer Weise Halt und Orientierung, Struktur und Liebe. Gleichzeitig sind Konzepte zu entwerfen und die Kita fit zu machen für die Zukunft“, so Pfarrer Stephan Da Re in seiner Anrede, der auch die Einführung vornahm. Da Re wies zugleich darauf hin, dass es sich um eine „unverzichtbare Aufgabe“ handele, „die immer noch nicht die Wertschätzung erfährt, die sie eigentlich verdient“. Der Pfarrer, der auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes und damit viel mit Personalentwicklung befasst ist, zeigte sich froh über den sehr engen Kontakt zwischen Kita und Gemeinde.

 

Im Anschluss an die Segenshandlung überreichte Da Re der neuen Mitarbeiterin einen farbenfrohen Blumenstrauß, einen Bronzeengel, eine Flasche Rheinhessen-Wein sowie zwei Tafeln Schokolade, und nahm mit letzterem Bezug auf eine „Schwäche“, die Daemm habe.

 

Der Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche war thematisch auch geprägt vom jährlichen Kita- und Gemeindefest, das an diesem Tag stattfinden sollte und das diesmal digital bei Instagram verfolgt werden konnte.

29.08.2020 Ich und Wir

Neuer Konfi-Kurs gestartet

 

Am vergangenen Samstag (29.08.) trafen sich die insgesamt 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden des aktuellen Konfi-Kurses zum ersten Mal in der Johanneskirche, um sich und die Konfi-Teamer kennenzulernen. Schnell waren sich alle einig, dass es ein gutes Konfi-Jahr werden kann, auch wenn die Rahmenbedingungen aufgrund von Corona nach wie vor schwierig sind.

 

Der jetzige Kurs ist um einiges kleiner als die vorherigen Kurse, was mit natürlichen Schwankungen oder der allgemeinen Verunsicherung durch die Pandemie zu tun haben kann. Allerdings fällt es so leichter, Abstand zu halten ...

 

„Wir freuen uns über einen tollen Kurs und über tolle Konfis, aber auch über sechs jugendliche Teamer, die die beiden Pfarrer unterstützen und mit denen die Arbeit viel Spaß macht“, so Pfarrer Stephan Da Re.

 

Das Konfi-Jahr endet im Mai 2021 mit dem Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden und der anschließenden Konfirmation. Die Konfirmandenarbeit beruht auf einer Kooperation aus der Ev. Johanneskirchengemeinde und der Ev. Marktkirchengemeinde.

27.08.2020 „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Kita-Gottesdienst und Seniorenkreis in der Johanneskirche

 

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie fand am vergangenen Donnerstag (27.08.) ein Kita-Gottesdienst statt, verteilt auf zwei Gruppen. Im Mittelpunkt stand diesmal die biblische Figur des Jakob, der am Fluss Jabbok mit einem Boten Gottes ringt und von ihm Segen erbittet. Ausgestattet mit Gottes Segen geht Jakob den Weg, der vor ihm liegt.

 

Dass auch wir - Große und Kleine - auf Segen angewiesen sind, kam in den Liedern und Gebeten zum Ausdruck, die Kirchenmusikerin Gabriela Blaudow am Piano begleitete. Darunter bekannte Lieder wie „Gott, dein guter Segen“ und „Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott“, deren Texte mit Hilfe von Gesten und Bewegungen veranschaulicht wurden. „Wir freuen uns, gemeinsam mit den Kindern wieder Gottesdienst zu feiern und ihnen so etwas von der Normalität zurückzugeben, die sie so lange vermisst haben“, so Pfarrer Stephan Da Re.

 

Die Kita-Gottesdienste finden regulär am letzten Donnerstag im Monat in der Johanneskirche statt und werden von einem Team aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbereitet und durchgeführt.

 

Ebenfalls am 27.08. traf sich wieder der Ökumenische Seniorenkreis, an dem diesmal 14 Personen teilgenommen haben. Nach so langer Zeit stand das Erzählen im Mittelpunkt. Unter Anleitung von Pfarrer Stephan Da Re blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die vergangenen Wochen und Monate zurück, schmiedeten aber auch Pläne für die Zukunft.

 

Ein neuer Termin wurde nicht verabredet. Die Gemeinde beobachtet aufmerksam die Entwicklung der Fallzahlen und steht in engem Kontakt mit den Mitgliedern des Kreises. „Sobald sich die Situation verbessert und es unsere Räumlichkeiten zulassen, sind wir gerne wieder Gastgeber und freuen uns auf den Austausch in lockerer Runde“, so Da Re.

23.08.2020 „Gott ist da“

Konfirmation in Zeiten von Corona

 

Konfirmation feiern unter Pandemiebedingungen heißt, die 21 Konfirmandinnen und Konfirmanden auf vier Gruppen aufzuteilen, zwischen den Gottesdiensten aufwändig die Marktkirche zu desinfizieren, den Familien feste Sitzplätze mit Abstand zwischen Menschen aus unterschiedlichen Haushalten zuzuweisen und aufgrund der begrenzten Sitzplätze ohne sonstige Gemeinde zu feiern.

 

Trotzdem war es für die Jugendlichen, die am 23. August in vier Gottesdiensten konfirmiert wurden, ein schöner Tag, den sie sicher noch lange in Erinnerung behalten werden. Unter Berücksichtigung erhöhter Hygieneanforderungen konnte seit Mitte März zum ersten Mal wieder Abendmahl gefeiert werden, zumindest mit den frisch Konfirmierten. Für sie alle ein aufregendes Erlebnis, auf das sie sich 14 Monate lang vorbereitet hatten.

 

Ihnen und ihren Familien wünschen wir für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen!

Fotos: Sabine Hell www.fotografie-hell.de

18.08.2020 Gute Wünsche und viel Segen zum Schulanfang

Einschulungsfeiern in der Adalbert-Stifter-Schule unter Mitwirkung der beiden Kirchen

 

Der erste Schultag ist mit großer Aufregung verbunden. Das gilt in diesem Jahr noch mehr als sonst. Schulanfangsgottesdienste, in denen viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam singen und beten, sind nicht in der gewohnten Weise möglich. Einschulung unter Corona-Bedingungen bedeutet Einschränkungen hinzunehmen und einander zu schützen.

Viele Kirchengemeinden und Schulen haben in diesem Jahr aus der Not eine Tugend gemacht. So auch die Ev. Johanneskirchengemeinde, die Kath. Gemeinde St. Michael und die Adalbert-Stifter-Grundschule im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn. Gemeinsam haben sie eine Einschulungs­feier auf die Beine gestellt, in deren Mittelpunkt der Segen Gottes stand. In vier Etappen wurden die insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen und der Vorklasse mit ihren Eltern durch Schulleiter Till Weigel begrüßt und von Gemeindereferentin Marion Lindemann (St. Michael) und Pfarrer Stephan Da Re (Ev. Johanneskirchengemeinde) gesegnet. „Der Segen Gottes macht euch stark“, rief Da Re den Erstklässlerinnen und Erstklässlern zu. „Gott sagt: `Ich habe Dich lieb. Auch, wenn Du mich nicht siehst, bin ich immer für Dich da. Auch in der Schule´“, so Da Re weiter.

 

Für die Musik sorgte Michael Enders am Keyboard. Er spielte Lieder wie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und das Kindermutmachlied, deren Texte vorher verlesen wurden und die innerlich mitgesummt werden durften.

 

Im Anschluss erhielten alle Kinder Segenskärtchen und alle Eltern einen persönlichen Brief der beiden Kirchengemeinden zur Erinnerung an einen besonderen Tag.

 

Der Ablauf der Einschulungsfeiern steht hier zum Nachlesen bereit:

Einschulungsfeiern 2020
Einschulungsfeiern 2020.pdf
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16.08.2020 „Du hast der Joha gut getan!“

Verabschiedung von Julia Barthel

 

Am 16. August wurde Julia Barthel im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von ihrer Tätigkeit als Mitglied des Kirchenvorstandes der Ev. Johanneskirchengemeinde entpflichtet und verabschiedet. Pfarrer Stephan Da Re, der die Entpflichtung vornahm, dankte Barthel für ihr Engagement für die Joha und überbrachte die Grüße und Wünsche des Kirchenvorstandes und der Gemeinde.

 

Julia Barthel war seit Anfang 2019 Mitglied des Kirchenvorstandes und sah den Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Arbeit mit Kindern und Familien. So initiierte sie ein Schwangerencafé, unterstützte aber auch das Team von „Dreierlei“, dem Lebendigen Mittagstisch im Weidenborn.

 

Nun zieht Julia Barthel mit ihrem Mann Daniel und den beiden Kindern Emilia und Luis, der im gleichen Gottesdienst getauft wurde, nach Bad Schwalbach. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute und Gottes reichen Segen für ihre gemeinsame Zukunft und freuen uns über jeden Besuch bei uns in der Joha!

16.08.2020 Mit Gott leben

Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalten digitalen Vorstellungsgottesdienst

 

Dreieinhalb Monate haben die 21 Jugendlichen des Konfi-Jahrgangs 2019/20 auf diesen Tag gewartet. Nachdem der ursprünglich für Anfang Mai geplante Vorstellungsgottesdienst in der Johanneskirche Corona zum Opfer fiel, haben die Konfis aus der Not eine Tugend gemacht und das, was ihnen im Rückblick auf den zu Ende gehenden Kurs und die bevorstehende Konfirmation besonders wichtig ist, in einen Gottesdienst in digitaler Form eingebracht, der seit vergangenen Sonntag (16.08.) bei YouTube zu sehen ist.

 

Dazu traf sich Stephan Da Re, Pfarrer der Ev. Johanneskirchengemeinde, in Kleingruppen mit den Jugendlichen, um die vorbereiteten Texte einzusprechen und aufzunehmen. Auch die Konfi-Teamer Franzi und Erik leisteten einen Beitrag, indem sie Teile der Liturgie übernahmen. Entstanden sind so mehr als 30 Aufnahmeschnipsel, die um Orgelmusik von Michael Enders erweitert wurden, der auch die technische Betreuung übernahm und in stundenlanger Kleinstarbeit Bild und Ton bearbeitete und die einzelnen Teile zu einem Gottesdienst zusammenfügte.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. So haben die Jugendlichen nicht nur eigene Konfirmationskerzen gestaltet, sondern auch ihren Konfirmationsspruch bebildert, indem sie den weißen Umschlag ihrer Konfi-Bibel kreativ gestalteten. Im Gebet brachte jede und jeder von ihnen einen persönlichen Dank für konkrete Erlebnisse und Erfahrungen des Konfi-Jahres, aber auch Wünsche für ihre eigene Zukunft vor Gott.

 

„Mit Gott leben“, stand als Überschrift über dem Gottesdienst. „Mit Gott leben“, das ist nicht nur Anspruch, sondern auch Zuspruch und Verheißung: Gott werde die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten, auf der grünen Wiese und im finsteren Tal, so Da Re. Nicht nur mit Blick auf Corona und die dadurch entstandene Verunsicherung rief Da Re den Konfis gleich zu Beginn in seiner Anmoderation zu: „Ihr ward ein besonderer Kurs!“

 

Die Liturgie des Vorstellungsgottesdienstes zum Nachlesen gibt´s hier:

Liturgie des Vorstellungsgottesdienstes
Konfi-Kurs 2019-20 - Vorstellungsgottesd[...]
PDF-Dokument [191.6 KB]

Der vollständige Gottesdienst steht hier bereit: https://youtu.be/4HxuzXu4d_s

 

Die Konfirmationsgottesdienste finden am 23. August in der Marktkirche statt. Die Teilnahme ist auf die Konfirmandinnen und Konfirmanden und ihre Familien beschränkt.

02.08.2020 Abschied von Dietmar Thiels

Nachruf von Pfarrer Stephan Da Re

 

Am 8. Juli verstarb im Alter von 83 Jahren Dietmar Thiels. Thiels war von 2003 bis 2014 Mitglied des Kirchenvorstandes der Ev. Johanneskirchengemeinde und brachte als Stadtrat / Dezernent viele Entscheidungen und Projekte mit auf den Weg. Solange es ging, besuchte er regelmäßig die Gottesdienste in der Johanneskirche. Ich habe ihn als engagierten und zielstrebigen Menschen kennengelernt, der für eine Sache brennen und leidenschaftlich kämpfen konnte. Seine Tatkraft kam der Joha sehr zugute.

 

Die Gemeinde hat am 20. Juli auf dem Südfriedhof von ihm Abschied genommen und ihn im Gottesdienst am 2. August fürbittend der Liebe und Barmherzigkeit unseres treuen Gottes anbefohlen. Die Traueranzeige für Dietmar Thiels ist mit 2. Timotheus 1,7 überschrieben: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

 

Wir werden Dietmar Thiels ein ehrendes Andenken bewahren.

02.08.2020 Gottesdienst und Meer

Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn lud ein zu Urlaub daheim

 

Ferienzeit ist Urlaubszeit, und vielen fällt dazu sofort Sommer, Sonne, Strand und Meer ein. Einfach mal am Meer sitzen, die Seele baumeln lassen und nichts denken - wie so oft im Jahr ist das ein sehnsuchtsvoller Gedanke vieler, ein Tagtraum, der uns für kurze Zeit dem Alltag entreißt. Und jetzt, im Sommer, können wir ihn endlich wahr machen.

 

Aber Meer bedeutet nicht immer nur Strand und Erholung. An einem Meer zu stehen bedeutet auch, ohne fremde Hilfe oder technische Hilfsmittel nicht mehr weiterzukommen. Am Strand, an der Küste ist der Weg erst einmal zu Ende. Glücklich, wer da ein Boot hat. Unglücklich, wer mit dem Boot in einen Sturm gerät. Glücklich, wer in dieser Situation Gott an seiner Seite hat.

 

Um das Meer als Sehnsuchtsort und als Ort vieler Geheimnisse und Gefahren ging es im Abendgottesdienst, der am vergangenen Sonntag (02. August) in der ev. Johanneskirche stattfand. Die Veranstalter, Birgit Schmidt vom Kirchenvorstand und Pfarrer Stephan Da Re, luden ein, zur Ruhe zu kommen und in Gedanken einen Abend am Meer zu verbringen. Mit Gebeten, Lesungen und Liedern, deren Text ganz viel mit Meer zu tun hatte.

 

Die kirchenmusikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag auch diesmal in den Händen von Michael Enders, der die Mitfeiernden erneut mit der einen oder anderen Komposition überraschte und zum Schmunzeln brachte.

 

Trotz Hygiene- Abstandsregeln waren sich die Besucherinnen und Besucher in der voll besetzten Kirche am Ende einig, dass es ein schöner Abend war. Als besonderes Geschenk erhielt jeder von ihnen am Ausgang eine Flasche Sekt.

27.05.2020 „Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (Psalm 85,11)

Wanderndes Friedensgebet aus der Johanneskirche
 
Auch in diesem Jahr haben sich die Ev. Johanneskirchengemeinde und die Kath. Gemeinde St. Michael im Stadtteil Weidenborn an einem Wandernden Friedensgebet beteiligt, mit dem sich Juden, Christen, Muslime und Baha‘i einen Monat lang verbinden und sich gegenseitig den Frieden wünschen, den nur Gott geben kann. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Vers aus Psalm 85: „Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (V. 11). Gemeindereferentin Marion Lindemann und Pfarrer Stephan Da Re hatten zu Gebet, einem geistlichen Impuls und einem Segenswunsch eingeladen. An der Orgel spielte Michael Enders. 
Das ökumenische Friedensgebet aus der ev. Johanneskirche kann hier noch einmal angesehen werden: 
Die gottesdienstlichen Texte stehen hier zum Download bereit:

24.05.2020 Auf zu neuen Ufern

Johannes-Kita im Weidenborn verabschiedet stellvertretende Leiterin 

 

Im Rahmen eines Online-Gottesdienstes wurde am Sonntag Exaudi (24.05.) Pia Ast als stellvertretende Leiterin der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde verabschiedet. Ast, die erst seit Februar in der Einrichtung tätig war, übernimmt zum 01. Juni die Leitung einer anderen Kita. Pfarrer Stephan Da Re dankte Ast für ihr Engagement und ihren Einsatz in einer schwierigen Zeit und überbrachte gute Wünsche des Kirchenvorstandes und der Gemeinde. „Corona hat auch in der Kita alles auf den Kopf gestellt. Pia Ast hat ihren Beitrag geleistet, um zwischen Eltern, Kindern und Mitarbeitenden zu vermitteln, zu informieren und ein hohes Maß an Verlässlichkeit zu bieten“, so Da Re. 

Über die Nachfolge von Ast wird Mitte Juni entschieden. Kita und Gemeinde sind zuversichtlich, eine gute Nachfolgeregelung zu treffen. 
Der Gottesdienst steht ab sofort auf Abruf im Internet zur Verfügung: 
 

18.05.2020 Bienenvolk auf Stippvisite im Weidenborn

Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde und Imkerverein Wiesbaden retten Bienenschwarm

Ein ganzes Bienenvolk hatte sich am vergangenen Montag (18.05.) an einem Baum an der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn niedergelassen. Nicole Bendfeldt, die Leiterin der Einrichtung, und ihre Kolleginnen reagierten geistesgegenwärtig und informierten den Imkerverein Wiesbaden. Die Bienen, die vermutlich auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren, wurden kurze Zeit später in imkerliche Obhut genommen und an einer anderen Stelle angesiedelt. „Im Frühjahr entwickeln sich Bienenvölker. Wenn es dann im Stock zu eng wird, zieht die alte Königin mit einem Teil der Stockbesatzung aus und sucht sich eine neue Unterkunft. Eine neue Königin übernimmt das Kommando und sorgt dort für den Nachwuchs“, heißt es auf der Homepage des Imkervereins.
Nach der Rettung eines jungen Turmfalken, der im vergangenen Jahr auf dem Kirchplatz aufgefunden wurde, ist das schon der zweite Fall, bei dem Tiere eine Rolle spielen. „Wir sind schon gespannt, was uns als Nächstes erwartet“, scherzt Stephan Da Re, der Pfarrer der Gemeinde.

17.05.2020 Konfirmationsgottesdienst ohne Konfirmation

Johanneskirche überträgt Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden 
 
Seit vergangenem Sonntag (03.05.) dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Klar ist: Gottesdienste aus Anlass einer Konfirmation sind weiterhin nahezu unmöglich. So haben auch die ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Weidenborn und die ev. Marktkirchengemeinde ihre gemeinsame Konfirmation verschoben, zunächst auf Ende August. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Termin vermutlich auch nicht zu halten sein wird, denn Großveranstaltungen mit mehreren hundert Menschen bei gleichzeitiger Wahrung des Abstandsgebots werden auch dann nicht möglich sein“, so Johanneskirchen-Pfarrer Stephan Da Re. Trotzdem werden die Konfis am 17. Mai, dem Tag ihrer geplanten Konfirmation, im Mittelpunkt stehen. „Seit einigen Wochen übertragen wir aus der Johanneskirche Online-Gottesdienste. Diesen Gottesdienst werden wir den Konfis widmen. Alles wird sich um das Konfi-Jahr und um ihre Konfirmation drehen“, so Da Re. Außerdem erwartet die Jugendlichen ein kleines Geschenk, das der Pfarrer in den Tagen vorher bei ihnen abgeben bzw. einwerfen wird, darunter mit christlichen Symbolen bedruckte Schokolinsen und ein Armband, auf dem ein Labyrinth aufgedruckt ist, verbunden mit einem persönlichen Brief. Da Re: „Ein kleiner Gruß in einer schwierigen Zeit. Denn auch das Leben der Jugendlichen hat sich durch Corona von einem Moment auf den anderen geändert. Dass sie auch ihre Konfirmation nicht feiern können, schmerzt uns alle sehr.“ In den kommenden Wochen werde die Gemeinde alle Konfirmandinnen und Konfirmanden einladen, um über die vergangenen Monate und die Zeit bis zur Konfirmation miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Info:
Der Gottesdienst ist ab 17.05. auf dem YouTube-Kanal von Kirchenmusiker Michael Enders zu sehen: https://m.youtube.com/channel/UCniU40ep7M0PUAApVWM1qsg

02.05.2020 Kirchenvorsteherin näht mehr als 120 Schutzmasken

Beispiel tätiger Nächstenliebe
 
Mehr als 120 Schutzmasken für Mund und Nase hat Birgit Schmidt aus dem Wiesbadener Stadtteil Weidenborn genäht und gegen eine Spende für die Ev. Johanneskirchengemeinde abgegeben. Schmidt, die Mitglied des Kirchenvorstandes ist, wollte etwas Gutes tun und die Menschen in ihrer Umgebung wie auch die Gemeinde unterstützen. Zusammen gekommen sind auf diese Weise rund 150 EUR, die der Arbeit in der „Joha“ zugute kommen. Während ein Großteil der Masken an Menschen im Weidenborn und in benachbarten Stadtteilen ging, schafften es einige bis nach Paris und werden nun auch dort getragen. Gut 25 Stunden hat Schmidt dafür gebraucht - vor und nach der Arbeit und in der Mittagspause. Und sie hat immer noch Stoff, um weitere Masken zu nähen.
Als „tätige Nächstenliebe“ hat Pfarrer Stephan Da Re das Engagement von Schmidt bezeichnet. „Ein gutes Beispiel, wie wir innerhalb der Gemeinde zusammenhalten und auch die Menschen im Stadtteil nicht vergessen“, so Da Re. So organisiert die Gemeinde auch eine Einkaufshilfe für kranke und alte Menschen und bietet eine Reihe analoger und digitaler Kontaktmöglichkeiten sowie vielfältige Formen der Unterstützung an.
Ein Teil der Masken hat Schmidt an die Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V. gespendet, mit der die Gemeinde eine enge Zusammenarbeit pflegt.

05.04.2020 Gottesdienste zu Karfreitag und Ostersonntag

Kirchenmusiker Michael Enders und Pfarrer Stephan Da Re haben zu Karfreitag und Ostern je einen Gottesdienst eingespielt. Die Texte zu beiden Gottesdiensten finden Sie hier. 

 

Die Gottesdienste finden sie auch bei youtube unter

https://www.youtube.com/channel/UCniU40ep7M0PUAApVWM1qsg

Gottesdienst zu Karfreitag
Karfreitag 2020.pdf
PDF-Dokument [186.5 KB]
Gottesdienst zu Ostersonntag
Ostern 2020.pdf
PDF-Dokument [181.3 KB]
Lied zum Ostergottesdienst (Die Herrlichkeit des Herrn)
IMG_3491.jpg
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28.03.2020 Osterbrief

Osterbrief
Mit einem Schreiben zum bevorstehenden Osterfest wendet sich Pfarrer Stephan Da Re in Zeiten von #corona an alle Mitglieder, Freunde und Förderer der Ev. Johanneskirchengemeinde:
Osterbrief.pdf
PDF-Dokument [489.9 KB]

27.03.2020 Wandel und Trends am Lebensende

Pfarrer Stephan Da Re forscht zur Friedhofs- und Bestattungskultur 
 
„Wandel und Trends in der Friedhofs- und Bestattungskultur“ - so lautete das Thema der Studienzeit von Pfarrer Stephan Da Re. In der vorliegenden Arbeit beschreibt der Autor im ersten Teil aktuelle Entwicklungen und Trends sowie deren Auswirkungen auf eine christliche Friedhofs- und Bestattungskultur und bietet Ansätze und Ideen zur Wiederbelebung einer christlich verstandenen Bestattungspraxis sowie des Friedhofs als Ort der Lebenden und der Toten. 
Der zweite, sehr viel umfangreichere Teil der Arbeit enthält vom Verfasser entworfene und erprobte Entwürfe, die das Thema Sterben und Tod, in enger Anbindung an Gemeinde und Schule, in unterschiedlichen kirchlichen Kontexten und Arbeitsfeldern verorten und von Interessierten in die eigene Arbeit mit Zielgruppen übernommen werden können (Krümelkirche, Konfi-Tag, Unterrichtsreihe, Friedhofserkundungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Fachtage mit Multiplikatoren, Bibliolog). Religionspädagogische, methodische und didaktische Überlegungen stehen hier im Vordergrund. 
Die Publikation kann hier erworben werden:

01.03.2020 Kinder, Kinder 

Gottesdienst mit Kindermusical und Einführung der neuen stellvertretenden Kita-Leiterin in der voll besetzten Johanneskirche 

 

Vom Turmbau zu Babel handelte ein Kinderchorprojekt, dessen Ergebnis am 1. März im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Johanneskirche aufgeführt wurde. Sieben Wochen haben 12 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren unter der Leitung von Kirchenmusikerin Gabriela Blaudow geprobt und Lieder einstudiert. Das Chorprojekt wurde finanziert von der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Weidenborn - mit freundlicher Unterstützung des Hamburger Vereins Andere Zeiten -, die damit alle Kinder im Stadtteil ansprechen wollte, unabhängig von Konfession oder Religion. Aus ihm soll nun ein wöchentlicher Kinderchor hervorgehen, der ab Anfang März jeden Mittwoch um 17 Uhr in den Räumen der Kirchengemeinde probt. 

„Die Geschichte vom Turmbau zu Babel ist eine Geschichte, die vor den Gefahren menschlicher Hybris warnt und dem Willen, sein zu wollen wie Gott. Damit enthält dieser uralte Text eine Botschaft auch für unsere Zeit“, so Pfarrer Stephan Da Re. Gottes Eingreifen, von dem die Bibel erzähle, gelte jedoch nicht dem Hochmut des Menschen an sich, sondern dem Hochmut des damaligen babylonischen Herrschers, der mit Gewalt eine „Einheitsgesellschaft“ habe schaffen wollen. Gottes Handeln sei nicht als Strafe an der Menschheit an sich zu deuten, sondern als Bestrafung eines bestimmten politischen und religiösen Weges – und zugleich als Chance für einen Neuanfang im Nebeneinander unterschiedlicher Völker und Kulturen. „Verschiedenheit ist kein Übel, sondern eine Bereicherung. Die ‚babylonische’ Herrschaft des Menschen wird abgelöst und so dem Hass und der Entfremdung der Menschen untereinander der Nährboden entzogen. Durch unsere Arbeit hier in der ‚Joha‘ wollen wir schon heute dazu einen Beitrag leisten. Das Kindermusical ist mehr als nur schöner Gesang - die Texte und Melodien können Kinder stärken und bestärken, sich schon in ihrer eigenen überschaubaren Welt gegen Ungerechtigkeit und Hass zur Wehr zu setzen, und später als Erwachsene die Werte zu verteidigen, die uns so wichtig sind und die in den Texten der Bibel zum Ausdruck kommen. Dafür arbeiten wir jeden Tag. Gegen Hass und Hetze, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt, gegen Faschismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Für eine bunte Welt unter Gottes Regenbogen“, so Da Re.

 

Im gleichen Gottesdienst wurde Pia Ast als stellvertretende Leiterin der hauseigenen Kita eingeführt. Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg war die 30-Jährige, die im Untertaunus lebt, zuletzt als stellvertretende Leiterin der Ringkirchen-Kita tätig. „Mit Pia Ast gewinnen wir eine trotz ihres jungen Alters erfahrene und kompetente Mitarbeiterin und freuen uns auf die Verstärkung unseres Teams“, so Da Re, der die Einführung vornahm. 

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Sektempfang, der die Möglichkeit bot, mit Pia Ast und untereinander ins Gespräch zu kommen. 

 

 

Die Anrede von Pfarrer Stephan Da Re im Wortlaut:

 

Liebe Frau Ast,

heute führen wir Sie als stellvertretende Leiterin unserer Kita ein. Wir freuen uns sehr, dass Sie unser Team verstärken. 

Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg waren Sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren als stellvertretende Leiterin der Kita der Ringkirchengemeinde tätig. Dort haben Sie zuletzt zwei Gruppen in zwei andere Einrichtungen überführt - eine anstrengende und herausfordernde Aufgabe, der Sie sich da gestellt haben. 

Wer mit Menschen aus der Ringkirchen-Kita spricht, der spürt sehr viel Wertschätzung Ihnen gegenüber und auch großes Bedauern über Ihren Weggang. Umso größer ist die Freude bei uns, dass wir mit Ihnen eine erfahrene und engagierte Kraft gewinnen. Ich kann verraten, dass Sie einige Mitarbeiterinnen in unserer Kita im Anschluss an Ihre Hospitation kurz vor Weihnachten am liebsten sofort eingestellt hätten. 

Sie kommen in eine Kita, die gut aufgestellt ist. Derzeit werden bei uns rund 80 Kinder in vier Gruppen betreut. Nach einigen personellen Veränderungen ist das Team nun wieder vollzählig, eine gute Mischung aus Kolleginnen, die schon länger dabei sind, und solchen, die neu dazu kommen. Ich als Pfarrer und wir als Gemeinde betrachten die Kita als wichtige Säule unserer Arbeit. Wir sind eins - das bildet sich an immer mehr Stellen im Leben der Kita und der Gemeinde ab. Klar ist: Mit keinem anderen kirchlichen Arbeitsfeld erreichen wir den ganzen Sozialraum. Das geht nur in der Kita. Die Arbeit in der Kita macht Kinder nicht nur stark fürs Leben, sondern sie ist auch ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zur Zukunft unserer Kirche. 

So gesehen finden Sie hier bei uns ein gut bestelltes Feld vor. Dass mir als Pfarrer und uns als Gemeinde die Arbeit in der Kita so wichtig ist, ist keineswegs selbstverständlich, wie ein Blick in die Kita-Landschaft in der Nähe und in der Ferne belegt. Und wenn ich sage, dass ich mich auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen freue, dann ist das weniger Drohung und mehr Verheißung. Es ist gut, dass Sie bei uns sind.

Pia Ast (links) und Kristina Pielert (rechts), die ebenfalls zum 1.3. als Erzieherin in der Johannes-Kita angefangen hat.

26.01.2020 Jubelkonfirmation

6 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters feierten ihre Jubelkonfirmation 
 
Am 26. Januar haben 6 Frauen und Männer in einem feierlichen Gottesdienst ihrer Konfirmation vor 25, 50, 60 und 65 Jahren gedacht. 
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Stephan Da Re an wichtige Ereignisse in den zurückliegenden Jahren und im Leben der Jubilare sowie an das Versprechen, das Gott den Menschen in der Taufe gibt. Im Rahmen einer Segenshandlung wurde dieses Versprechen erneuert und für die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen erbeten.
Mit der gemeinsamen Feier des Abendmahls, an dem auch Familienangehörige teilnahmen, und der Überreichung von Urkunden und einem Bronzeengel ging der Gottesdienst, der kirchenmusikalisch von Michael Enders an der Orgel gestaltet wurde, zu Ende.

24.01.2020 Dankesfest für Mitarbeiter*innen

„Nun danket alle Gott“
Johanneskirchengemeinde dankt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
 
Zu einem Dankesfest für alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte die ev. Johanneskirchengemeinde Ende Januar eingeladen und gekommen waren rund 50 Personen.
In einem feierlichen Gottesdienst dankte Pfarrer Stephan Da Re den Anwesenden für ihre Unterstützung und Mitarbeit, ohne deren Engagement eine Gemeinde nach evangelischem Verständnis nicht denkbar sei. Nur durch die Mitarbeit vieler Menschen werde die Gemeinde zu dem, was sie ist: eine lebendige Gemeinschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Milieus eine Heimat finden könnten. Zugleich wies Da Re auf die Herausforderungen hin, vor denen die Gemeinde stehe. Die Veränderungen im Stadtteil machten auch vor der Gemeinde nicht Halt. Daher sei es notwendig, auch neue und unkonventionelle Wege zu gehen, und Dinge auszuprobieren, ohne genau zu wissen, ob sie erfolgreich seien.
Im gleichen Gottesdienst wurden Petra Mühlhölzer aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Leiterin der Kita verabschiedet und entpflichtet und Nicole Bendfeldt als ihre Nachfolgerin eingeführt.
Der gesellige Abend im Anschluss an den Gottesdienst war geprägt von leckeren Speisen und Getränken sowie unterhaltsamen Gesprächen.

24.01.2020 Joha verabschiedet Petra Mühlhölzer

Abschied nach 40 Jahren
Petra Mühlhölzer geht als Leiterin der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde in den Ruhestand
 
Gut 40 Jahre stand Petra Mühlhölzer im Dienst der Ev. Johanneskirchengemeinde und deren Kita im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn, wo sie zunächst als Erzieherin und seit rund 20 Jahren als Leiterin der Einrichtung tätig war. „Petra Mühlhölzer hat unsere Kita mit großem Engagement und Weitblick geleitet und hatte selbst in Zeiten größter Beanspruchung immer ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Anliegen und Themen der Eltern und des Kollegiums. Mit ihr verlieren wir eine von allen sehr geschätzte Mitarbeiterin, für die ihr Beruf nicht nur Beruf, sondern Berufung gewesen ist“, so Stephan Da Re, der nicht nur Pfarrer, sondern auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes ist. „Beim Blick in die Kita-Landschaft stellt man fest, dass es nicht selbstverständlich ist, ein so engagiertes und zupackendes Team zu haben. Daran hatte Petra Mühlhölzer einen großen Anteil“, so Da Re weiter.
In ihrer langjährigen Tätigkeit hat Petra Mühlhölzer viele Herausforderungen bewältigt. Dazu gehörten zahlreiche personelle Wechsel im Team, der Ausbau der Krippenbetreuung, aber auch der Umzug der Kita vom Sieglindeweg in das neu errichtete Gemeindezentrum in der Hauberrisserstraße vor sechs Jahren. „Das war nicht immer leicht, allen und allem gerecht zu werden, aber durch das Team, die Elternschaft und die Gemeinde fühlte ich mich in meiner Arbeit immer unterstützt“, so Mühlhölzer, die ursprünglich auf Wunsch ihrer Eltern einen anderen Beruf ergreifen sollte. „Willst Du wirklich die Kinder anderer Leute betreuen?“, hatten die sie gefragt. Petra Mühlhölzer indes schlug diesen Weg ein und habe es nie bereut. Ihr sei es immer wichtig gewesen, die positiven Seiten des Glaubens erfahrbar und Kinder stark fürs Leben zu machen. „Wenn Kinder spüren, was sie können und sich als selbstwirksam erleben, dann wachsen sie über sich hinaus. Dazu wollte ich in meiner Arbeit einen Beitrag leisten“, so Mühlhölzer.
Mit ihrer Ruhestandsversetzung, die auf eigenen Wunsch erfolgt, geht eine Ära zu Ende. Mühlhölzer: „Worauf ich mich freue, ist, dass ich mir meine Zeit nun frei einteilen kann und mehr Zeit habe für die Dinge, die mir am Herzen liegen.“
Der Rückblick auf die vergangenen Jahre sei aus Sicht der Gemeinde von großer Dankbarkeit geprägt, so Da Re, und fügt hinzu: „Viele Kämpfe haben wir gemeinsam geführt. In großer Eintracht, in enger Abstimmung, in großer Klarheit und mit großer Verbindlichkeit, und immer im Interesse der Kinder. Für Petra Mühlhölzer war immer klar, dass Gemeinde und Kita zusammengehören. Und nicht zuletzt deshalb gilt ihr unser Dank.“
Die Verabschiedung und Entpflichtung von Petra Mühlhölzer erfolgte im Rahmen eines Gottesdienstes am 24. Januar in der ev. Johanneskirche.
Als Nachfolgerin wurde ihre bisherige Stellvertreterin Nicole Bendfeldt bestimmt, die ihren Dienst bereits zum 01. Januar angetreten hat und die im gleichen Gottesdienst in ihre Tätigkeit eingeführt wurde. Bendfeldt übernimmt ein gut bestelltes Feld. In der viergruppigen Einrichtung werden aktuell rund 80 Kinder betreut. Seit kurzem gibt es im Elementarbereich ein wöchentliches Angebot in musikalischer Frühförderung und ab Februar ein englischsprachiges Angebot für interessierte Kinder zwischen 3 und 6 Jahren.

Petra Mühlhölzer und Nicole Bendfeldt