28.03.2020 Osterbrief

Osterbrief
Mit einem Schreiben zum bevorstehenden Osterfest wendet sich Pfarrer Stephan Da Re in Zeiten von #corona an alle Mitglieder, Freunde und Förderer der Ev. Johanneskirchengemeinde:
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27.03.2020 Wandel und Trends am Lebensende

Pfarrer Stephan Da Re forscht zur Friedhofs- und Bestattungskultur 
 
„Wandel und Trends in der Friedhofs- und Bestattungskultur“ - so lautete das Thema der Studienzeit von Pfarrer Stephan Da Re. In der vorliegenden Arbeit beschreibt der Autor im ersten Teil aktuelle Entwicklungen und Trends sowie deren Auswirkungen auf eine christliche Friedhofs- und Bestattungskultur und bietet Ansätze und Ideen zur Wiederbelebung einer christlich verstandenen Bestattungspraxis sowie des Friedhofs als Ort der Lebenden und der Toten. 
Der zweite, sehr viel umfangreichere Teil der Arbeit enthält vom Verfasser entworfene und erprobte Entwürfe, die das Thema Sterben und Tod, in enger Anbindung an Gemeinde und Schule, in unterschiedlichen kirchlichen Kontexten und Arbeitsfeldern verorten und von Interessierten in die eigene Arbeit mit Zielgruppen übernommen werden können (Krümelkirche, Konfi-Tag, Unterrichtsreihe, Friedhofserkundungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Fachtage mit Multiplikatoren, Bibliolog). Religionspädagogische, methodische und didaktische Überlegungen stehen hier im Vordergrund. 
Die Publikation kann hier erworben werden:

01.03.2020 Kinder, Kinder 

Gottesdienst mit Kindermusical und Einführung der neuen stellvertretenden Kita-Leiterin in der voll besetzten Johanneskirche 

 

Vom Turmbau zu Babel handelte ein Kinderchorprojekt, dessen Ergebnis am 1. März im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Johanneskirche aufgeführt wurde. Sieben Wochen haben 12 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren unter der Leitung von Kirchenmusikerin Gabriela Blaudow geprobt und Lieder einstudiert. Das Chorprojekt wurde finanziert von der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Weidenborn - mit freundlicher Unterstützung des Hamburger Vereins Andere Zeiten -, die damit alle Kinder im Stadtteil ansprechen wollte, unabhängig von Konfession oder Religion. Aus ihm soll nun ein wöchentlicher Kinderchor hervorgehen, der ab Anfang März jeden Mittwoch um 17 Uhr in den Räumen der Kirchengemeinde probt. 

„Die Geschichte vom Turmbau zu Babel ist eine Geschichte, die vor den Gefahren menschlicher Hybris warnt und dem Willen, sein zu wollen wie Gott. Damit enthält dieser uralte Text eine Botschaft auch für unsere Zeit“, so Pfarrer Stephan Da Re. Gottes Eingreifen, von dem die Bibel erzähle, gelte jedoch nicht dem Hochmut des Menschen an sich, sondern dem Hochmut des damaligen babylonischen Herrschers, der mit Gewalt eine „Einheitsgesellschaft“ habe schaffen wollen. Gottes Handeln sei nicht als Strafe an der Menschheit an sich zu deuten, sondern als Bestrafung eines bestimmten politischen und religiösen Weges – und zugleich als Chance für einen Neuanfang im Nebeneinander unterschiedlicher Völker und Kulturen. „Verschiedenheit ist kein Übel, sondern eine Bereicherung. Die ‚babylonische’ Herrschaft des Menschen wird abgelöst und so dem Hass und der Entfremdung der Menschen untereinander der Nährboden entzogen. Durch unsere Arbeit hier in der ‚Joha‘ wollen wir schon heute dazu einen Beitrag leisten. Das Kindermusical ist mehr als nur schöner Gesang - die Texte und Melodien können Kinder stärken und bestärken, sich schon in ihrer eigenen überschaubaren Welt gegen Ungerechtigkeit und Hass zur Wehr zu setzen, und später als Erwachsene die Werte zu verteidigen, die uns so wichtig sind und die in den Texten der Bibel zum Ausdruck kommen. Dafür arbeiten wir jeden Tag. Gegen Hass und Hetze, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt, gegen Faschismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Für eine bunte Welt unter Gottes Regenbogen“, so Da Re.

 

Im gleichen Gottesdienst wurde Pia Ast als stellvertretende Leiterin der hauseigenen Kita eingeführt. Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg war die 30-Jährige, die im Untertaunus lebt, zuletzt als stellvertretende Leiterin der Ringkirchen-Kita tätig. „Mit Pia Ast gewinnen wir eine trotz ihres jungen Alters erfahrene und kompetente Mitarbeiterin und freuen uns auf die Verstärkung unseres Teams“, so Da Re, der die Einführung vornahm. 

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Sektempfang, der die Möglichkeit bot, mit Pia Ast und untereinander ins Gespräch zu kommen. 

 

 

Die Anrede von Pfarrer Stephan Da Re im Wortlaut:

 

Liebe Frau Ast,

heute führen wir Sie als stellvertretende Leiterin unserer Kita ein. Wir freuen uns sehr, dass Sie unser Team verstärken. 

Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg waren Sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren als stellvertretende Leiterin der Kita der Ringkirchengemeinde tätig. Dort haben Sie zuletzt zwei Gruppen in zwei andere Einrichtungen überführt - eine anstrengende und herausfordernde Aufgabe, der Sie sich da gestellt haben. 

Wer mit Menschen aus der Ringkirchen-Kita spricht, der spürt sehr viel Wertschätzung Ihnen gegenüber und auch großes Bedauern über Ihren Weggang. Umso größer ist die Freude bei uns, dass wir mit Ihnen eine erfahrene und engagierte Kraft gewinnen. Ich kann verraten, dass Sie einige Mitarbeiterinnen in unserer Kita im Anschluss an Ihre Hospitation kurz vor Weihnachten am liebsten sofort eingestellt hätten. 

Sie kommen in eine Kita, die gut aufgestellt ist. Derzeit werden bei uns rund 80 Kinder in vier Gruppen betreut. Nach einigen personellen Veränderungen ist das Team nun wieder vollzählig, eine gute Mischung aus Kolleginnen, die schon länger dabei sind, und solchen, die neu dazu kommen. Ich als Pfarrer und wir als Gemeinde betrachten die Kita als wichtige Säule unserer Arbeit. Wir sind eins - das bildet sich an immer mehr Stellen im Leben der Kita und der Gemeinde ab. Klar ist: Mit keinem anderen kirchlichen Arbeitsfeld erreichen wir den ganzen Sozialraum. Das geht nur in der Kita. Die Arbeit in der Kita macht Kinder nicht nur stark fürs Leben, sondern sie ist auch ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zur Zukunft unserer Kirche. 

So gesehen finden Sie hier bei uns ein gut bestelltes Feld vor. Dass mir als Pfarrer und uns als Gemeinde die Arbeit in der Kita so wichtig ist, ist keineswegs selbstverständlich, wie ein Blick in die Kita-Landschaft in der Nähe und in der Ferne belegt. Und wenn ich sage, dass ich mich auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen freue, dann ist das weniger Drohung und mehr Verheißung. Es ist gut, dass Sie bei uns sind.

Pia Ast (links) und Kristina Pielert (rechts), die ebenfalls zum 1.3. als Erzieherin in der Johannes-Kita angefangen hat.

26.01.2020 Jubelkonfirmation

6 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters feierten ihre Jubelkonfirmation 
 
Am 26. Januar haben 6 Frauen und Männer in einem feierlichen Gottesdienst ihrer Konfirmation vor 25, 50, 60 und 65 Jahren gedacht. 
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Stephan Da Re an wichtige Ereignisse in den zurückliegenden Jahren und im Leben der Jubilare sowie an das Versprechen, das Gott den Menschen in der Taufe gibt. Im Rahmen einer Segenshandlung wurde dieses Versprechen erneuert und für die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen erbeten.
Mit der gemeinsamen Feier des Abendmahls, an dem auch Familienangehörige teilnahmen, und der Überreichung von Urkunden und einem Bronzeengel ging der Gottesdienst, der kirchenmusikalisch von Michael Enders an der Orgel gestaltet wurde, zu Ende.

24.01.2020 Dankesfest für Mitarbeiter*innen

„Nun danket alle Gott“
Johanneskirchengemeinde dankt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
 
Zu einem Dankesfest für alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte die ev. Johanneskirchengemeinde Ende Januar eingeladen und gekommen waren rund 50 Personen.
In einem feierlichen Gottesdienst dankte Pfarrer Stephan Da Re den Anwesenden für ihre Unterstützung und Mitarbeit, ohne deren Engagement eine Gemeinde nach evangelischem Verständnis nicht denkbar sei. Nur durch die Mitarbeit vieler Menschen werde die Gemeinde zu dem, was sie ist: eine lebendige Gemeinschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Milieus eine Heimat finden könnten. Zugleich wies Da Re auf die Herausforderungen hin, vor denen die Gemeinde stehe. Die Veränderungen im Stadtteil machten auch vor der Gemeinde nicht Halt. Daher sei es notwendig, auch neue und unkonventionelle Wege zu gehen, und Dinge auszuprobieren, ohne genau zu wissen, ob sie erfolgreich seien.
Im gleichen Gottesdienst wurden Petra Mühlhölzer aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Leiterin der Kita verabschiedet und entpflichtet und Nicole Bendfeldt als ihre Nachfolgerin eingeführt.
Der gesellige Abend im Anschluss an den Gottesdienst war geprägt von leckeren Speisen und Getränken sowie unterhaltsamen Gesprächen.

24.01.2020 Joha verabschiedet Petra Mühlhölzer

Abschied nach 40 Jahren
Petra Mühlhölzer geht als Leiterin der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde in den Ruhestand
 
Gut 40 Jahre stand Petra Mühlhölzer im Dienst der Ev. Johanneskirchengemeinde und deren Kita im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn, wo sie zunächst als Erzieherin und seit rund 20 Jahren als Leiterin der Einrichtung tätig war. „Petra Mühlhölzer hat unsere Kita mit großem Engagement und Weitblick geleitet und hatte selbst in Zeiten größter Beanspruchung immer ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Anliegen und Themen der Eltern und des Kollegiums. Mit ihr verlieren wir eine von allen sehr geschätzte Mitarbeiterin, für die ihr Beruf nicht nur Beruf, sondern Berufung gewesen ist“, so Stephan Da Re, der nicht nur Pfarrer, sondern auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes ist. „Beim Blick in die Kita-Landschaft stellt man fest, dass es nicht selbstverständlich ist, ein so engagiertes und zupackendes Team zu haben. Daran hatte Petra Mühlhölzer einen großen Anteil“, so Da Re weiter.
In ihrer langjährigen Tätigkeit hat Petra Mühlhölzer viele Herausforderungen bewältigt. Dazu gehörten zahlreiche personelle Wechsel im Team, der Ausbau der Krippenbetreuung, aber auch der Umzug der Kita vom Sieglindeweg in das neu errichtete Gemeindezentrum in der Hauberrisserstraße vor sechs Jahren. „Das war nicht immer leicht, allen und allem gerecht zu werden, aber durch das Team, die Elternschaft und die Gemeinde fühlte ich mich in meiner Arbeit immer unterstützt“, so Mühlhölzer, die ursprünglich auf Wunsch ihrer Eltern einen anderen Beruf ergreifen sollte. „Willst Du wirklich die Kinder anderer Leute betreuen?“, hatten die sie gefragt. Petra Mühlhölzer indes schlug diesen Weg ein und habe es nie bereut. Ihr sei es immer wichtig gewesen, die positiven Seiten des Glaubens erfahrbar und Kinder stark fürs Leben zu machen. „Wenn Kinder spüren, was sie können und sich als selbstwirksam erleben, dann wachsen sie über sich hinaus. Dazu wollte ich in meiner Arbeit einen Beitrag leisten“, so Mühlhölzer.
Mit ihrer Ruhestandsversetzung, die auf eigenen Wunsch erfolgt, geht eine Ära zu Ende. Mühlhölzer: „Worauf ich mich freue, ist, dass ich mir meine Zeit nun frei einteilen kann und mehr Zeit habe für die Dinge, die mir am Herzen liegen.“
Der Rückblick auf die vergangenen Jahre sei aus Sicht der Gemeinde von großer Dankbarkeit geprägt, so Da Re, und fügt hinzu: „Viele Kämpfe haben wir gemeinsam geführt. In großer Eintracht, in enger Abstimmung, in großer Klarheit und mit großer Verbindlichkeit, und immer im Interesse der Kinder. Für Petra Mühlhölzer war immer klar, dass Gemeinde und Kita zusammengehören. Und nicht zuletzt deshalb gilt ihr unser Dank.“
Die Verabschiedung und Entpflichtung von Petra Mühlhölzer erfolgte im Rahmen eines Gottesdienstes am 24. Januar in der ev. Johanneskirche.
Als Nachfolgerin wurde ihre bisherige Stellvertreterin Nicole Bendfeldt bestimmt, die ihren Dienst bereits zum 01. Januar angetreten hat und die im gleichen Gottesdienst in ihre Tätigkeit eingeführt wurde. Bendfeldt übernimmt ein gut bestelltes Feld. In der viergruppigen Einrichtung werden aktuell rund 80 Kinder betreut. Seit kurzem gibt es im Elementarbereich ein wöchentliches Angebot in musikalischer Frühförderung und ab Februar ein englischsprachiges Angebot für interessierte Kinder zwischen 3 und 6 Jahren.

Petra Mühlhölzer und Nicole Bendfeldt