02.08.2020 Abschied von Dietmar Thiels

Nachruf von Pfarrer Stephan Da Re


Am 8. Juli verstarb im Alter von 83 Jahren Dietmar Thiels. Thiels war von 2003 bis 2014 Mitglied des Kirchenvorstandes der Ev. Johanneskirchengemeinde und brachte als Stadtrat / Dezernent viele Entscheidungen und Projekte mit auf den Weg. Solange es ging, besuchte er regelmäßig die Gottesdienste in der Johanneskirche. Ich habe ihn als engagierten und zielstrebigen Menschen kennengelernt, der für eine Sache brennen und leidenschaftlich kämpfen konnte. Seine Tatkraft kam der Joha sehr zugute.


Die Gemeinde hat am 20. Juli auf dem Südfriedhof von ihm Abschied genommen und ihn im Gottesdienst am 2. August fürbittend der Liebe und Barmherzigkeit unseres treuen Gottes anbefohlen. Die Traueranzeige für Dietmar Thiels ist mit 2. Timotheus 1,7 überschrieben: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“


Wir werden Dietmar Thiels ein ehrendes Andenken bewahren.

 

02.08.2020 Gottesdienst und Meer

Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn lud ein zu Urlaub daheim

 

Ferienzeit ist Urlaubszeit, und vielen fällt dazu sofort Sommer, Sonne, Strand und Meer ein. Einfach mal am Meer sitzen, die Seele baumeln lassen und nichts denken - wie so oft im Jahr ist das ein sehnsuchtsvoller Gedanke vieler, ein Tagtraum, der uns für kurze Zeit dem Alltag entreißt. Und jetzt, im Sommer, können wir ihn endlich wahr machen.


Aber Meer bedeutet nicht immer nur Strand und Erholung. An einem Meer zu stehen bedeutet auch, ohne fremde Hilfe oder technische Hilfsmittel nicht mehr weiterzukommen. Am Strand, an der Küste ist der Weg erst einmal zu Ende. Glücklich, wer da ein Boot hat. Unglücklich, wer mit dem Boot in einen Sturm gerät. Glücklich, wer in dieser Situation Gott an seiner Seite hat.


Um das Meer als Sehnsuchtsort und als Ort vieler Geheimnisse und Gefahren ging es im Abendgottesdienst, der am vergangenen Sonntag (02. August) in der ev. Johanneskirche stattfand. Die Veranstalter, Birgit Schmidt vom Kirchenvorstand und Pfarrer Stephan Da Re, luden ein, zur Ruhe zu kommen und in Gedanken einen Abend am Meer zu verbringen. Mit Gebeten, Lesungen und Liedern, deren Text ganz viel mit Meer zu tun hatte.


Die kirchenmusikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag auch diesmal in den Händen von Michael Enders, der die Mitfeiernden erneut mit der einen oder anderen Komposition überraschte und zum Schmunzeln brachte.


Trotz Hygiene- Abstandsregeln waren sich die Besucherinnen und Besucher in der voll besetzten Kirche am Ende einig, dass es ein schöner Abend war. Als besonderes Geschenk erhielt jeder von ihnen am Ausgang eine Flasche Sekt.

 

27.05.2020 „Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (Psalm 85,11)

Wanderndes Friedensgebet aus der Johanneskirche
 
Auch in diesem Jahr haben sich die Ev. Johanneskirchengemeinde und die Kath. Gemeinde St. Michael im Stadtteil Weidenborn an einem Wandernden Friedensgebet beteiligt, mit dem sich Juden, Christen, Muslime und Baha‘i einen Monat lang verbinden und sich gegenseitig den Frieden wünschen, den nur Gott geben kann. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Vers aus Psalm 85: „Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (V. 11). Gemeindereferentin Marion Lindemann und Pfarrer Stephan Da Re hatten zu Gebet, einem geistlichen Impuls und einem Segenswunsch eingeladen. An der Orgel spielte Michael Enders. 
Das ökumenische Friedensgebet aus der ev. Johanneskirche kann hier noch einmal angesehen werden: 
Die gottesdienstlichen Texte stehen hier zum Download bereit:

24.05.2020 Auf zu neuen Ufern

Johannes-Kita im Weidenborn verabschiedet stellvertretende Leiterin 

 

Im Rahmen eines Online-Gottesdienstes wurde am Sonntag Exaudi (24.05.) Pia Ast als stellvertretende Leiterin der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde verabschiedet. Ast, die erst seit Februar in der Einrichtung tätig war, übernimmt zum 01. Juni die Leitung einer anderen Kita. Pfarrer Stephan Da Re dankte Ast für ihr Engagement und ihren Einsatz in einer schwierigen Zeit und überbrachte gute Wünsche des Kirchenvorstandes und der Gemeinde. „Corona hat auch in der Kita alles auf den Kopf gestellt. Pia Ast hat ihren Beitrag geleistet, um zwischen Eltern, Kindern und Mitarbeitenden zu vermitteln, zu informieren und ein hohes Maß an Verlässlichkeit zu bieten“, so Da Re. 

Über die Nachfolge von Ast wird Mitte Juni entschieden. Kita und Gemeinde sind zuversichtlich, eine gute Nachfolgeregelung zu treffen. 
Der Gottesdienst steht ab sofort auf Abruf im Internet zur Verfügung: 
 

18.05.2020 Bienenvolk auf Stippvisite im Weidenborn

Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde und Imkerverein Wiesbaden retten Bienenschwarm

Ein ganzes Bienenvolk hatte sich am vergangenen Montag (18.05.) an einem Baum an der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn niedergelassen. Nicole Bendfeldt, die Leiterin der Einrichtung, und ihre Kolleginnen reagierten geistesgegenwärtig und informierten den Imkerverein Wiesbaden. Die Bienen, die vermutlich auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren, wurden kurze Zeit später in imkerliche Obhut genommen und an einer anderen Stelle angesiedelt. „Im Frühjahr entwickeln sich Bienenvölker. Wenn es dann im Stock zu eng wird, zieht die alte Königin mit einem Teil der Stockbesatzung aus und sucht sich eine neue Unterkunft. Eine neue Königin übernimmt das Kommando und sorgt dort für den Nachwuchs“, heißt es auf der Homepage des Imkervereins.
Nach der Rettung eines jungen Turmfalken, der im vergangenen Jahr auf dem Kirchplatz aufgefunden wurde, ist das schon der zweite Fall, bei dem Tiere eine Rolle spielen. „Wir sind schon gespannt, was uns als Nächstes erwartet“, scherzt Stephan Da Re, der Pfarrer der Gemeinde.

17.05.2020 Konfirmationsgottesdienst ohne Konfirmation

Johanneskirche überträgt Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden 
 
Seit vergangenem Sonntag (03.05.) dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Klar ist: Gottesdienste aus Anlass einer Konfirmation sind weiterhin nahezu unmöglich. So haben auch die ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Weidenborn und die ev. Marktkirchengemeinde ihre gemeinsame Konfirmation verschoben, zunächst auf Ende August. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Termin vermutlich auch nicht zu halten sein wird, denn Großveranstaltungen mit mehreren hundert Menschen bei gleichzeitiger Wahrung des Abstandsgebots werden auch dann nicht möglich sein“, so Johanneskirchen-Pfarrer Stephan Da Re. Trotzdem werden die Konfis am 17. Mai, dem Tag ihrer geplanten Konfirmation, im Mittelpunkt stehen. „Seit einigen Wochen übertragen wir aus der Johanneskirche Online-Gottesdienste. Diesen Gottesdienst werden wir den Konfis widmen. Alles wird sich um das Konfi-Jahr und um ihre Konfirmation drehen“, so Da Re. Außerdem erwartet die Jugendlichen ein kleines Geschenk, das der Pfarrer in den Tagen vorher bei ihnen abgeben bzw. einwerfen wird, darunter mit christlichen Symbolen bedruckte Schokolinsen und ein Armband, auf dem ein Labyrinth aufgedruckt ist, verbunden mit einem persönlichen Brief. Da Re: „Ein kleiner Gruß in einer schwierigen Zeit. Denn auch das Leben der Jugendlichen hat sich durch Corona von einem Moment auf den anderen geändert. Dass sie auch ihre Konfirmation nicht feiern können, schmerzt uns alle sehr.“ In den kommenden Wochen werde die Gemeinde alle Konfirmandinnen und Konfirmanden einladen, um über die vergangenen Monate und die Zeit bis zur Konfirmation miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Info:
Der Gottesdienst ist ab 17.05. auf dem YouTube-Kanal von Kirchenmusiker Michael Enders zu sehen: https://m.youtube.com/channel/UCniU40ep7M0PUAApVWM1qsg

02.05.2020 Kirchenvorsteherin näht mehr als 120 Schutzmasken

Beispiel tätiger Nächstenliebe
 
Mehr als 120 Schutzmasken für Mund und Nase hat Birgit Schmidt aus dem Wiesbadener Stadtteil Weidenborn genäht und gegen eine Spende für die Ev. Johanneskirchengemeinde abgegeben. Schmidt, die Mitglied des Kirchenvorstandes ist, wollte etwas Gutes tun und die Menschen in ihrer Umgebung wie auch die Gemeinde unterstützen. Zusammen gekommen sind auf diese Weise rund 150 EUR, die der Arbeit in der „Joha“ zugute kommen. Während ein Großteil der Masken an Menschen im Weidenborn und in benachbarten Stadtteilen ging, schafften es einige bis nach Paris und werden nun auch dort getragen. Gut 25 Stunden hat Schmidt dafür gebraucht - vor und nach der Arbeit und in der Mittagspause. Und sie hat immer noch Stoff, um weitere Masken zu nähen.
Als „tätige Nächstenliebe“ hat Pfarrer Stephan Da Re das Engagement von Schmidt bezeichnet. „Ein gutes Beispiel, wie wir innerhalb der Gemeinde zusammenhalten und auch die Menschen im Stadtteil nicht vergessen“, so Da Re. So organisiert die Gemeinde auch eine Einkaufshilfe für kranke und alte Menschen und bietet eine Reihe analoger und digitaler Kontaktmöglichkeiten sowie vielfältige Formen der Unterstützung an.
Ein Teil der Masken hat Schmidt an die Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V. gespendet, mit der die Gemeinde eine enge Zusammenarbeit pflegt.

05.04.2020 Gottesdienste zu Karfreitag und Ostersonntag

Kirchenmusiker Michael Enders und Pfarrer Stephan Da Re haben zu Karfreitag und Ostern je einen Gottesdienst eingespielt. Die Texte zu beiden Gottesdiensten finden Sie hier. 

 

Die Gottesdienste finden sie auch bei youtube unter

https://www.youtube.com/channel/UCniU40ep7M0PUAApVWM1qsg

Gottesdienst zu Karfreitag
Gottesdienst zu Karfreitag
Karfreitag 2020.pdf
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Gottesdienst zu Ostersonntag
Ostern 2020.pdf
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Lied zum Ostergottesdienst (Die Herrlichkeit des Herrn)
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28.03.2020 Osterbrief

Osterbrief
Mit einem Schreiben zum bevorstehenden Osterfest wendet sich Pfarrer Stephan Da Re in Zeiten von #corona an alle Mitglieder, Freunde und Förderer der Ev. Johanneskirchengemeinde:
Osterbrief.pdf
PDF-Dokument [489.9 KB]

27.03.2020 Wandel und Trends am Lebensende

Pfarrer Stephan Da Re forscht zur Friedhofs- und Bestattungskultur 
 
„Wandel und Trends in der Friedhofs- und Bestattungskultur“ - so lautete das Thema der Studienzeit von Pfarrer Stephan Da Re. In der vorliegenden Arbeit beschreibt der Autor im ersten Teil aktuelle Entwicklungen und Trends sowie deren Auswirkungen auf eine christliche Friedhofs- und Bestattungskultur und bietet Ansätze und Ideen zur Wiederbelebung einer christlich verstandenen Bestattungspraxis sowie des Friedhofs als Ort der Lebenden und der Toten. 
Der zweite, sehr viel umfangreichere Teil der Arbeit enthält vom Verfasser entworfene und erprobte Entwürfe, die das Thema Sterben und Tod, in enger Anbindung an Gemeinde und Schule, in unterschiedlichen kirchlichen Kontexten und Arbeitsfeldern verorten und von Interessierten in die eigene Arbeit mit Zielgruppen übernommen werden können (Krümelkirche, Konfi-Tag, Unterrichtsreihe, Friedhofserkundungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Fachtage mit Multiplikatoren, Bibliolog). Religionspädagogische, methodische und didaktische Überlegungen stehen hier im Vordergrund. 
Die Publikation kann hier erworben werden:

01.03.2020 Kinder, Kinder 

Gottesdienst mit Kindermusical und Einführung der neuen stellvertretenden Kita-Leiterin in der voll besetzten Johanneskirche 

 

Vom Turmbau zu Babel handelte ein Kinderchorprojekt, dessen Ergebnis am 1. März im Rahmen eines Gottesdienstes in der ev. Johanneskirche aufgeführt wurde. Sieben Wochen haben 12 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren unter der Leitung von Kirchenmusikerin Gabriela Blaudow geprobt und Lieder einstudiert. Das Chorprojekt wurde finanziert von der Ev. Johanneskirchengemeinde im Wiesbadener Weidenborn - mit freundlicher Unterstützung des Hamburger Vereins Andere Zeiten -, die damit alle Kinder im Stadtteil ansprechen wollte, unabhängig von Konfession oder Religion. Aus ihm soll nun ein wöchentlicher Kinderchor hervorgehen, der ab Anfang März jeden Mittwoch um 17 Uhr in den Räumen der Kirchengemeinde probt. 

„Die Geschichte vom Turmbau zu Babel ist eine Geschichte, die vor den Gefahren menschlicher Hybris warnt und dem Willen, sein zu wollen wie Gott. Damit enthält dieser uralte Text eine Botschaft auch für unsere Zeit“, so Pfarrer Stephan Da Re. Gottes Eingreifen, von dem die Bibel erzähle, gelte jedoch nicht dem Hochmut des Menschen an sich, sondern dem Hochmut des damaligen babylonischen Herrschers, der mit Gewalt eine „Einheitsgesellschaft“ habe schaffen wollen. Gottes Handeln sei nicht als Strafe an der Menschheit an sich zu deuten, sondern als Bestrafung eines bestimmten politischen und religiösen Weges – und zugleich als Chance für einen Neuanfang im Nebeneinander unterschiedlicher Völker und Kulturen. „Verschiedenheit ist kein Übel, sondern eine Bereicherung. Die ‚babylonische’ Herrschaft des Menschen wird abgelöst und so dem Hass und der Entfremdung der Menschen untereinander der Nährboden entzogen. Durch unsere Arbeit hier in der ‚Joha‘ wollen wir schon heute dazu einen Beitrag leisten. Das Kindermusical ist mehr als nur schöner Gesang - die Texte und Melodien können Kinder stärken und bestärken, sich schon in ihrer eigenen überschaubaren Welt gegen Ungerechtigkeit und Hass zur Wehr zu setzen, und später als Erwachsene die Werte zu verteidigen, die uns so wichtig sind und die in den Texten der Bibel zum Ausdruck kommen. Dafür arbeiten wir jeden Tag. Gegen Hass und Hetze, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt, gegen Faschismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Für eine bunte Welt unter Gottes Regenbogen“, so Da Re.

 

Im gleichen Gottesdienst wurde Pia Ast als stellvertretende Leiterin der hauseigenen Kita eingeführt. Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg war die 30-Jährige, die im Untertaunus lebt, zuletzt als stellvertretende Leiterin der Ringkirchen-Kita tätig. „Mit Pia Ast gewinnen wir eine trotz ihres jungen Alters erfahrene und kompetente Mitarbeiterin und freuen uns auf die Verstärkung unseres Teams“, so Da Re, der die Einführung vornahm. 

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Sektempfang, der die Möglichkeit bot, mit Pia Ast und untereinander ins Gespräch zu kommen. 

 

 

Die Anrede von Pfarrer Stephan Da Re im Wortlaut:

 

Liebe Frau Ast,

heute führen wir Sie als stellvertretende Leiterin unserer Kita ein. Wir freuen uns sehr, dass Sie unser Team verstärken. 

Nach Stationen in Bierstadt und auf dem Gräselberg waren Sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren als stellvertretende Leiterin der Kita der Ringkirchengemeinde tätig. Dort haben Sie zuletzt zwei Gruppen in zwei andere Einrichtungen überführt - eine anstrengende und herausfordernde Aufgabe, der Sie sich da gestellt haben. 

Wer mit Menschen aus der Ringkirchen-Kita spricht, der spürt sehr viel Wertschätzung Ihnen gegenüber und auch großes Bedauern über Ihren Weggang. Umso größer ist die Freude bei uns, dass wir mit Ihnen eine erfahrene und engagierte Kraft gewinnen. Ich kann verraten, dass Sie einige Mitarbeiterinnen in unserer Kita im Anschluss an Ihre Hospitation kurz vor Weihnachten am liebsten sofort eingestellt hätten. 

Sie kommen in eine Kita, die gut aufgestellt ist. Derzeit werden bei uns rund 80 Kinder in vier Gruppen betreut. Nach einigen personellen Veränderungen ist das Team nun wieder vollzählig, eine gute Mischung aus Kolleginnen, die schon länger dabei sind, und solchen, die neu dazu kommen. Ich als Pfarrer und wir als Gemeinde betrachten die Kita als wichtige Säule unserer Arbeit. Wir sind eins - das bildet sich an immer mehr Stellen im Leben der Kita und der Gemeinde ab. Klar ist: Mit keinem anderen kirchlichen Arbeitsfeld erreichen wir den ganzen Sozialraum. Das geht nur in der Kita. Die Arbeit in der Kita macht Kinder nicht nur stark fürs Leben, sondern sie ist auch ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zur Zukunft unserer Kirche. 

So gesehen finden Sie hier bei uns ein gut bestelltes Feld vor. Dass mir als Pfarrer und uns als Gemeinde die Arbeit in der Kita so wichtig ist, ist keineswegs selbstverständlich, wie ein Blick in die Kita-Landschaft in der Nähe und in der Ferne belegt. Und wenn ich sage, dass ich mich auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen freue, dann ist das weniger Drohung und mehr Verheißung. Es ist gut, dass Sie bei uns sind.

Pia Ast (links) und Kristina Pielert (rechts), die ebenfalls zum 1.3. als Erzieherin in der Johannes-Kita angefangen hat.

26.01.2020 Jubelkonfirmation

6 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters feierten ihre Jubelkonfirmation 
 
Am 26. Januar haben 6 Frauen und Männer in einem feierlichen Gottesdienst ihrer Konfirmation vor 25, 50, 60 und 65 Jahren gedacht. 
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Stephan Da Re an wichtige Ereignisse in den zurückliegenden Jahren und im Leben der Jubilare sowie an das Versprechen, das Gott den Menschen in der Taufe gibt. Im Rahmen einer Segenshandlung wurde dieses Versprechen erneuert und für die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen erbeten.
Mit der gemeinsamen Feier des Abendmahls, an dem auch Familienangehörige teilnahmen, und der Überreichung von Urkunden und einem Bronzeengel ging der Gottesdienst, der kirchenmusikalisch von Michael Enders an der Orgel gestaltet wurde, zu Ende.

24.01.2020 Dankesfest für Mitarbeiter*innen

„Nun danket alle Gott“
Johanneskirchengemeinde dankt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
 
Zu einem Dankesfest für alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte die ev. Johanneskirchengemeinde Ende Januar eingeladen und gekommen waren rund 50 Personen.
In einem feierlichen Gottesdienst dankte Pfarrer Stephan Da Re den Anwesenden für ihre Unterstützung und Mitarbeit, ohne deren Engagement eine Gemeinde nach evangelischem Verständnis nicht denkbar sei. Nur durch die Mitarbeit vieler Menschen werde die Gemeinde zu dem, was sie ist: eine lebendige Gemeinschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Milieus eine Heimat finden könnten. Zugleich wies Da Re auf die Herausforderungen hin, vor denen die Gemeinde stehe. Die Veränderungen im Stadtteil machten auch vor der Gemeinde nicht Halt. Daher sei es notwendig, auch neue und unkonventionelle Wege zu gehen, und Dinge auszuprobieren, ohne genau zu wissen, ob sie erfolgreich seien.
Im gleichen Gottesdienst wurden Petra Mühlhölzer aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Leiterin der Kita verabschiedet und entpflichtet und Nicole Bendfeldt als ihre Nachfolgerin eingeführt.
Der gesellige Abend im Anschluss an den Gottesdienst war geprägt von leckeren Speisen und Getränken sowie unterhaltsamen Gesprächen.

24.01.2020 Joha verabschiedet Petra Mühlhölzer

Abschied nach 40 Jahren
Petra Mühlhölzer geht als Leiterin der Kita der Ev. Johanneskirchengemeinde in den Ruhestand
 
Gut 40 Jahre stand Petra Mühlhölzer im Dienst der Ev. Johanneskirchengemeinde und deren Kita im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn, wo sie zunächst als Erzieherin und seit rund 20 Jahren als Leiterin der Einrichtung tätig war. „Petra Mühlhölzer hat unsere Kita mit großem Engagement und Weitblick geleitet und hatte selbst in Zeiten größter Beanspruchung immer ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Anliegen und Themen der Eltern und des Kollegiums. Mit ihr verlieren wir eine von allen sehr geschätzte Mitarbeiterin, für die ihr Beruf nicht nur Beruf, sondern Berufung gewesen ist“, so Stephan Da Re, der nicht nur Pfarrer, sondern auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes ist. „Beim Blick in die Kita-Landschaft stellt man fest, dass es nicht selbstverständlich ist, ein so engagiertes und zupackendes Team zu haben. Daran hatte Petra Mühlhölzer einen großen Anteil“, so Da Re weiter.
In ihrer langjährigen Tätigkeit hat Petra Mühlhölzer viele Herausforderungen bewältigt. Dazu gehörten zahlreiche personelle Wechsel im Team, der Ausbau der Krippenbetreuung, aber auch der Umzug der Kita vom Sieglindeweg in das neu errichtete Gemeindezentrum in der Hauberrisserstraße vor sechs Jahren. „Das war nicht immer leicht, allen und allem gerecht zu werden, aber durch das Team, die Elternschaft und die Gemeinde fühlte ich mich in meiner Arbeit immer unterstützt“, so Mühlhölzer, die ursprünglich auf Wunsch ihrer Eltern einen anderen Beruf ergreifen sollte. „Willst Du wirklich die Kinder anderer Leute betreuen?“, hatten die sie gefragt. Petra Mühlhölzer indes schlug diesen Weg ein und habe es nie bereut. Ihr sei es immer wichtig gewesen, die positiven Seiten des Glaubens erfahrbar und Kinder stark fürs Leben zu machen. „Wenn Kinder spüren, was sie können und sich als selbstwirksam erleben, dann wachsen sie über sich hinaus. Dazu wollte ich in meiner Arbeit einen Beitrag leisten“, so Mühlhölzer.
Mit ihrer Ruhestandsversetzung, die auf eigenen Wunsch erfolgt, geht eine Ära zu Ende. Mühlhölzer: „Worauf ich mich freue, ist, dass ich mir meine Zeit nun frei einteilen kann und mehr Zeit habe für die Dinge, die mir am Herzen liegen.“
Der Rückblick auf die vergangenen Jahre sei aus Sicht der Gemeinde von großer Dankbarkeit geprägt, so Da Re, und fügt hinzu: „Viele Kämpfe haben wir gemeinsam geführt. In großer Eintracht, in enger Abstimmung, in großer Klarheit und mit großer Verbindlichkeit, und immer im Interesse der Kinder. Für Petra Mühlhölzer war immer klar, dass Gemeinde und Kita zusammengehören. Und nicht zuletzt deshalb gilt ihr unser Dank.“
Die Verabschiedung und Entpflichtung von Petra Mühlhölzer erfolgte im Rahmen eines Gottesdienstes am 24. Januar in der ev. Johanneskirche.
Als Nachfolgerin wurde ihre bisherige Stellvertreterin Nicole Bendfeldt bestimmt, die ihren Dienst bereits zum 01. Januar angetreten hat und die im gleichen Gottesdienst in ihre Tätigkeit eingeführt wurde. Bendfeldt übernimmt ein gut bestelltes Feld. In der viergruppigen Einrichtung werden aktuell rund 80 Kinder betreut. Seit kurzem gibt es im Elementarbereich ein wöchentliches Angebot in musikalischer Frühförderung und ab Februar ein englischsprachiges Angebot für interessierte Kinder zwischen 3 und 6 Jahren.

Petra Mühlhölzer und Nicole Bendfeldt